Auf frischer Tat ertappt

Serie von Geldautomatensprengungen jetzt gestoppt?

Antweiler. Update: Bereits am Mittwochmorgen, 8. Juli, war es Beamten des SEK gelungen, eine Geldautomatensprengung in Antweiler zu vereiteln. Jetzt gibt die Staatsanwatschaft auf Nacchfrage des WochenSpiegel weitere Einzelheiten bekannt.

Bereits am Mittwochnachmittag hatte das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz mitgeteilt, dass es den Einsatzkräften des SEK geglückt sei, nicht nur die Sprengung des Geldautomaten in der Antweiler Filiale der Volksbank RheinAhrEifel zu verhindern, sondern zuvor auch zwei Tatverdächtige festzunehmen. Die Festgenommenen stünden zudem im Verdacht, für die Sprengung eines Geldautomaten in Hillesheim und die versuchte Sprengung eines Geldautomaten in Bernkastel-Kues verantwortlich zu sein. In keinem der ihnen vorgeworfenen Fälle sei es den Beschuldigten geglückt, Geld zu erbeuten. Bei der Tat in Hillesheim am 6. Mai 2020 wurde ein Geldautomat der Kreissparkasse Vulkaneifel, der in einem freistehenden Pavillon auf den Parkplatz einer Lebensmittelmarkts aufgestellt war, zur Explosion gebracht. Es gelang den mutmaßlichen Tätern aber nicht, an das darin deponierte Bargeld zu gelangen. Der durch die Explosion verursachte Sachschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt. Bei der Tat in Bernkastel-Kues am 22. Juni 2020 verließen die Tatverdächtigen das Gebäude, ohne dass es zu einer Explosion kam. Tatobjekt war ein Geldautomat der Sparkasse Mittelmosel, der im Eingangsbereich der Filiale eines Supermarkts angebracht war.Im Rahmen der Ermittlungen werde darüber hinaus ein möglicher Zusammenhang mit einer vergleichbaren Tat in Königswinter geprüft. Hinweise auf einen Zusammenhang mit weiteren Geldautomatensprengungen in der Region bestünden dagegen derzeit nicht.

Bei den Wohnungsdurchsuchungen der Tatverdächtigen am Mittwoch, 8. Juli, wurde weiteres Beweismaterial sichergestellt. Zudem konnte im Zuge der Ermittlungen eine weitere Tatverdächtige vorläufig festgenommen werden. Bei den Verdächtigen handelt es sich um zwei Männer mit deutscher Staatsangehörigkeit im Alter von je 22 Jahren und eine 20-jährige Frau mit deutscher Staatsangehörigkeit. Die Beschuldigten stammen aus Nordrhein-Westfalen und sind bislang nicht vorbestraft.

Bereits am Donnerstag wurden sie auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier dem Haftrichter vorgeführt. Das Ermittlungsverfahren läuft wegen "des Verdachts des schweren Bandendiebstahls und des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in mehreren Fällen, wobei es in zwei Fällen beim Versuch einer Sprengstoffexplosion geblieben ist. Die Ermittlungen dauern an. Weitere Einzelheiten könnten zum jetzigen Zeitpunkt, so die Staatsanwaltschaft Trier, mit Blick auf die laufenden Ermittlungen noch nicht mitgeteilt werden.

Auch die Bank zeigt sich über die Festnahmen erfreut: "Dank unserer guten Sicherheitsvorkehrungen und aufgrund der guten Ermittlungen im Vorfeld durch die Polizei konnten die Täter vor Tatausbübung geschnappt werden. Wir danken der Polizei für ihren Einsatz. Ein Sach- oder Personenschaden ist nicht entstanden", so Thomas Klassmann, Direktor Regionalmarkt Eifel bei der Volksbank RheinAhrEifel eG.

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