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Frikadelli siegt / zwei WochenSpiegel-Ferrari auf dem Podium

WTM-Racing fährt im vierten VLN-Lauf auf Plätze 2 und 3

Nürburg. Wie bereits im dritten Rennen der VLN-Saison wurde das Team von Frikadelli-Racing Gesamtsieger. Die Wochenspiegel-Mannschaft komplettierte mit ihren beiden Ferrari 488 GT3 das Podium bei der 49. Auflage der Adenauer Rundstrecken-Trophy. Aufgrund einer Situation während einer Code-60 Phase im Streckenabschnitt Döttinger Höhe ist das Ergebnis jedoch vorläufig.

Gleich zum Start des Rennens münzten die Polesetter von Frikadelli Racing ihren hervorragenden Startplatz in die Führung um. Dahinter erwischten die beiden WochenSpiegel-Ferrari 488 GT3 ebenfalls einen guten Start und bogen als Zweit- und Drittplatzierte auf die Nordschleife ein.

Permit-Entzug für Jonathan Hirschi

Der BMW des Teams Walkenhorst Motorsport, der eigentlich von der zweiten Start-Position ins Rennen hätte gehen sollen, fehlte. Was war passiert? Pilot Jonathan Hirschi schaffte mit abgelaufener Zeit noch eine Zeitverbesserung in der Qualifikation auf den zweiten Rang. Doch wenig später verhängte die Rennleitung gegen Walkenhorst Motorsport eine fünfminütige Zeitstrafe und Hirschi wurde mit sofortiger Wirkung die Nordschleifen-Permit entzogen. Der Schweizer hatte sich ein Vergehen unter Code-60-Bedingungen geleistet. Davon profitierte auch der Lamborghini des Teams Konrad Motorsport, der sich mit den beiden Ferrari des Wochenspiegel Team Monschau um die Plätze zwei und drei stritt. Doch bereits nach wenigen Umrundungen waren die Hoffnungen von Konrad Motorsport auf ein Spitzenresultat beendet. Michele Di Martino unterlief beim Überrunden im Bereich Pflanzgarten ein Fehler und er schoss sich und einen BMW 325i aus der V4-Wertung ab.


Danach bildeten sich mehrere Kampfgruppen. Vorne wechselte die Führung, auch wegen des unterschiedlichen Boxenstopprhythmus, immer wieder zwischen Frikadelli Racing, dem Wochenspiegel-Team Monschau und Phoenix Racing. Dahinter stritten lange Zeit HTP-Motorsport, McChip-DKR und GetSpeed um den Anschluss.

Spannung bis zum Schluss

Die Rennentscheidung fiel zwanzig Minuten vor dem Ende, als beide WTM-Ferrari noch einmal stoppen mussten. Die späteren Rennsieger hatten ihren finalen Stopp mehrere Umläufe zuvor absolviert und übernahmen souverän die Führung. Die Mannschaft von Frikadelli Racing musste sechs Jahre auf einen VLN-Sieg warten, ehe man vor zwei Wochen den dritten Wertungslauf gewinnen konnte. Nun scheint der berühmt berüchtigte Knoten geplatzt zu sein, denn die Mannen von Klaus Abbelen gewannen die Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy in souveräner Manier. Norbert Siedler und Lance David Arnold erklommen die oberste Stufe des Podests.

Beide Wochenspiegel-Ferrari auf dem Podium

Ebenfalls aufs Podest schafften es beide Abordnungen des Wochenspiegel Team Monschau. Leonard Weiss, sowie Christian und Nico Menzel wurden als Zweite abgewinkt. Oliver Kainz, Georg Weiss und Jochen Krumbach rundeten das Gesamtsiegerpodest ab. Während der Kampf um die Spitzenposition bereits entschieden war, überholte Frank Stippler im Audi R8 LMS von Phoenix Racing in der letzten Runde Felipe Fernández Laser und fuhr auf Rang vier.

Erfolgreiche Lokalmatadoren

Neben den Teams von Frikadelli Racing, die unmittelbar am Nürburgring beheimatet sind und auch der Wochenspiegel Mannschaft, die neben den Podiumsplätzen jeweils den Sieg in der Klasse SP9 (Georg Weiss, Jochen Krumbach und Oliver Kainz) und einen zweiten Platz in der Klasse SP9 PRO (Christian Menzel, Leonard Weiss und Nico Menzel) einführen, waren auch weitere Lokalmatadoren erneut erfolgreich.
In der Cup Klasse 3, der Porsche Cayman Trophy holten sich Ivan Jacoma und Kai Riemer im Team von Schmickler Performance Racing den zweiten Platz.
Der aus Bad Neuenahr-Ahrweiler stammende Markus Schmickler belegte mit seinem Team PROOM Racing und dem Porsche Cayman CS in der Klasse SP 6 den dritten Rang.
Die VLN macht nun eine kleine Sommerpause. In gut  vier Wochen – am 18. August – startet dann der 5. Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft mit dem Saisonhighlight, dem 6-Stunden-Rennen.


Text: Natascha Theisen, Redaktionsbüro Theisen

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