Strategien gegen schwere Unfällen auf dem Ring

Nürburg. Für seine Masterarbeit über Unfälle bei Touristenfahrten dem Nürburgring wurde Marcel Rouven Obry mit dem Koblenzer Hochschulpreis ausgezeichnet.

Die Wirtschafts- und Wissenschaftsallianz Koblenz (WWA) hat im Rahmen einer Festveranstaltung im Historischen Rathaussaal Koblenz den diesjährigen Koblenzer Hochschulpreis für akademische Spitzenleistungen verliehen. Für Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund (zfh) erhielt Marcel Rouven Obry die Auszeichnung für seine hervorragende Master-Thesis im Fernstudiengang Motorsport-Management mit international anerkanntem MBA-Abschluss. Das Fernstudium führt die Hochschule Kaiserslautern am Nürburgring durch, das zfh ist Kooperationspartner.

In seiner Abschlussarbeit, die von Studiengangsleiterin Prof. Dr. Bettina Reuter an der Hochschule Kaiserslautern und Dr. Karl-Josef Schmidt von der Nürburgring 1927 GmbH & Co.KG betreut wurde, analysierte Obry Touristenfahrten auf der Nordschleife des Nürburgrings. Dort kommt es immer wieder zu schweren Unfällen mit temporären Streckensperrungen.

Als Grundlage dienten ihm über 1,3 Millionen Datenreihen aus der Saison 2017, die er verarbeitete und auf Plausibilität prüfte. Dabei untersuchte Obry beispielsweise den Einfluss von Witterungsbedingungen, Durchschnittsgeschwindigkeiten unterschiedlicher Kundengruppen und der Anzahl der Fahrzeuge. Neben der Risikoanalyse entwickelte Obry Handlungsempfehlungen zur Reduzierung von Unfällen und einen Verbesserungsvorschlag zur Methode der Fahrzeugerfassung.

Die Koblenzer Hochschulpreisverleihung der WWA zeige jedes Jahr aufs Neue, dass das Studienangebot und die Forschungsmöglichkeiten in der Region erstklassig sind, so Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski, Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV), die in diesem Jahr Mitausrichter der Veranstaltung war.

»Die ausgezeichneten Forschungsarbeiten sind innovativ und von hoher Relevanz für Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft«, führte Zaborowski weiter aus. Die Sparkasse Koblenz hat über ihre »Stiftung Zukunft« gemeinsam mit der Kreissparkasse Mayen das Preisgeld in Höhe von insgesamt 25.000 Euro zur Verfügung gestellt. Elf junge Akademiker stellten in Kurzinterviews ihre Abschlussarbeiten vor und beschrieben den konkreten Nutzen ihrer jeweiligen Forschung für Wirtschaft und Gesellschaft.

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