Schlägereien zu Karneval

Die Karnevalstage gingen im Kreis Ahrweiler mit einigen Schlägereien einher. Am Freitagabend wurde ein 18-Jähriger aus Wehr im Festzelt in Bad Neuenahr durch einen Faustschlag ins Gesicht verletzt. Ihm wurde zum Verhängnis, dass er mit der Ex-Freundin des Schlägers, der aus Remagen stammt, etwas getrunken hatte. Ein 20-jähriger Mann aus Sinzig wurde bei der gleichen Veranstaltung ebenfalls durch einen Faustschlag ins Gesicht verletzt. Er gab an, dass er "urplötzlich und ohne Grund" von einem Unbekannten angegriffen worden sei. Weil er eine Frau "angemacht" haben soll, wurde ein 19-Jähriger Dedenbacher im Bad Neuenahrer Festzelt ebenfalls attackiert. Er bekam zunächst eine nSchlag auf den Hinterkopf und anschließend ins Gesicht, so dass seine Nase blutete.

Ebenfalls in Bad Neuenahr wurde am Sonntagmorgen gegen 2 Uhr eine 59-jährige Frau in einer Gaststätte geschlagen. Klar artikulieren konnte sie den Fall wohl allerdings nicht. Die Polizei vermeldet: "Bei einem Wert von über zwei Promille Atemalkohol muss die Ausnüchterung abgewartet werden, um eine verlässliche Sachverhaltsschilderung der Geschädigten zu erhalte." 

Bei einer Veranstaltung in Remagen bot eine Person am Samstagabend die ganze Palette schlechten Benehmens. Da er bei einer Veranstaltung aggressiv auftrat, erteilt der Veranstalter ihm Hausverbot. Dem kam die Person jedoch nicht nach. Der Polizei gegenüber verweigerte sie außerdem die Angabe der Personalien und beleidigte die Polizisten. Diese wollten die Person daraufhin in Gewahrsam nehmen, wogegen sie Widerstand leistete. Im Gewahrsam wurde ein Beamter durch einen Tritt in den Unterleib leicht verletzt.

In Kesseling wurden am Samstag nach dem Karnevalsumzug bei zwei Handgemengen zwei Personen leicht verletzt. In Reifferscheid kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zweier Männer, wobei laut Polizei "auch diverse Einrichtungsgegenstände des Veranstaltungsraumes in Mitleidenschaft gezogen wurden".

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Hetzerath im ganz großen Stil

Hetzerath. „Das hat was Städtisches“, mit diesem Satz fassten Besucher der 950-Jahrfeier Hetzeraths am Wochenende ihren Eindruck zusammen. Für eine 2100-Einwohner-Gemeinde gilt das als höchstes Lob. Zwei Tage lang hat Hetzerath tatsächlich Enormes auf die Beine gestellt und Volksfestatmosphäre geschaffen. Feuer und Famme für Hetzerath  „Feuer und Flamme für unser Dorf“ hatten die Organisatoren als Motto auserkoren. Sie versprachen nicht zu viel. Echte Begeisterung kam bei den Aktiven auf der Bühne rüber und die enge Verbundenheit mit dem Dorf zeigte sich in der Menge und dem echten Interesse der Besucher, die am Samstagabend zur Eröffnung der zweitägigen Jubiläumsfeier das Bürgerhaus und am Sonntag die Straßen füllten. Dem Motto entsprechend zogen sich die Themen Feuer und Licht konsequent durch das Showprogramm zum Start ins Jubiläumswochenende. Die lokalen Akteure wie der Musikverein, der Mandolinenverein, die Garde, der Chor Klangart, ein Percussion-Quintett und der Gospelchor demonstrierten, moderiert von Walter Feltes, wie vielfältig das Mitmach-Angebot in der wachsenden Ortsgemeinde ist. Ein Zeichen für Vielfalt setzten auch die Gäste aus Uganda, die sich zum Schluss des dreistündigen Bühnenprogramms beim Gospelchor „Crossover“ einreihten, das Publikum mit ihrem Schwung von den Sitzen rissen und es nach draußen führten. In nächtlicher Kulisse wirbelte dort ein Artist mit Feuerjonglage atmosphärische Flammenbilder in die schwarze Nacht. Danach wurde es andächtig still zum Zapfenstreich bis um Mitternacht. Zapfenstreich? Noch lange nicht im Sinne von Sperrstunde. Mit Postkutsche und Römerexpress durchs Dorf Am Sonntagmorgen hatten die letzten Partygäste das Bürgerhaus erst vor wenigen Stunden verlassen, als die Ersten ihre Stände aufbauten. Vereine und Gewerbetreibende schufen entlang der Hauptstraße und am Engelshof Anlaufstellen, die das Publikum neugierig machten und einluden. Das von Häusern schützend  eingefasste Rondell „Goldenes Eck“ erwies sich über den Tag als idealer Platz für den Kunsthandwerkermarkt. Die behagliche Atmosphäre machte Lust, sich an den Ständen mit den Kreativen in einen Plausch einzulassen, sich selbst im Schriftsetzen zu versuchen, dem Bienenvolk eines Hetzerather Imkers unter seinen Erläuterungen zuzusehen oder der swingenden Liveband um Werner Knopp hinter dem Gartenzaun zuzuhören. An den Ständen beteiligte sich auch die Delegation aus Uganda. Mitarbeiter des Hetzerather Partnerprojektes Sharing Youth Centre in Kampala hatten Textilarbeiten mitgebracht und boten im Café der Kulturen Speisen an.  Wer das Dorf erkunden wollte, konnte dafür in die Postkutsche oder den Trierer Römerexpress zusteigen und fuhr an Oldtimern und Musikbands vorbei bis zum Engelshof, wo er sich ein Joghurteis aus der Privat-Molkerei gönnte und Kinder das legendäre Riesenkaninchen Willi, Küken und Wildschweine bestaunten. So weit dann doch so dörflich, aber eben auch so schön. Mit professionellem Management der vielen Beteiligten, denen Hand in Hand ein reibungsloser Ablauf gelungen ist, mit Ideenreichtum und Mut zum Großen, hat Hetzerath gezeigt, was geht. Und dabei auch noch die Verbindung von Tradition und Aufbruch geschafft. Text/ Fotos: Sybille Schönhofen„Das hat was Städtisches“, mit diesem Satz fassten Besucher der 950-Jahrfeier Hetzeraths am Wochenende ihren Eindruck zusammen. Für eine 2100-Einwohner-Gemeinde gilt das als höchstes Lob. Zwei Tage lang hat Hetzerath tatsächlich Enormes auf die Beine…

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