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Sturmtief reißt Stalldach weg

Ahr. Im Kreis Ahrweiler hatten die Einsatzkräfte heute Morgen alle Hände voll zu tun. In Bad Bodendorf beschädigten Trümmerteile Autos und Häuser.

Das Sturmtief "Burglind" hat auch den Kreis Ahrweiler nicht verschont. Gegen sechs Uhr fegte heute Morgen eine Windhose über Bad Bodendorf hinweg. Dabei hob der Sturm laut Polizei das Dach eines Stalls ab. Das Dach wurde auf die mehrere hundert Meter entfernte Hauptstraße geschleudert. Die Trümmerteile beschädigten 14 geparkte Autos. Auch eine Photovoltaikanlage und einige benachbarte Häuser wurden in Mitleidenschaft gezogen. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf mehrere 10.000 Euro. Im Einsatz waren unter anderem die Feuerwehr Sinzig-Bad Bodendorf und Beamte der Polizeiinspektion Remagen. Auf der Autobahn 61 wurde bei Niederzissen ebenfalls gegen sechs Uhr ein Lkw von einer Sturmböe erfasst. Das Fahrzeug, das in Fahrtrichtung NRW unterwegs war, kippte um. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Die nachfolgenden Autos stauten sich auf rund vier Klometer.

Bäume fielen auf Schule

Einen arbeitsreichen Morgen hatte auch die Feuerwehr Adenau zu bewältigen. Zwischen sechs Uhr und 10.30 Uhr kam es in der Verbandsgemeinde (VG) aufgrund des Sturms zu 14 Einsätzen, wie Andreas Solheid, Pressewart der Wehren der VG, mitteilte. "Hauptsächlich mussten Bäume von Straßen beseitigt werden", berichtete er. Zwei Bäume fielen auf die Grundschule Reifferscheid. Auch auf der Landesstraße 10 in den Bereichen Hohe Acht und Honerath/Wirft, im Bereich Nürburgring und Potsdamer Platz (B 412, B 257, B 258) sowie um Reifferscheid mussten die Einsatzkräfte umgestürzte Bäume entfernen. In Hümmel, Kaltenborn und Wershofen kam es zu Stromausfällen. Im Einsatz waren die Feuerwehren Adenau, Barweiler, Hümmel, Kaltenborn, Meuspath, Nürburg, Reifferscheid, Quiddelbach und Wershofen, die von der Feuerwehreinsatzzentrale Adenau koordiniert wurden. Im Einsatz waren 75 Feuerwehrkräfte. Die Einsatzstellen wurden in Zusammenarbeit mit der Straßenmeisterei und Forstwirten und teilweise mit Unterstützung von anderen Verkehrsteilnehmern abgearbeitet, bercihtete Andreas Solheid. Verletzte gab es keine.

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Hetzerath im ganz großen Stil

Hetzerath. „Das hat was Städtisches“, mit diesem Satz fassten Besucher der 950-Jahrfeier Hetzeraths am Wochenende ihren Eindruck zusammen. Für eine 2100-Einwohner-Gemeinde gilt das als höchstes Lob. Zwei Tage lang hat Hetzerath tatsächlich Enormes auf die Beine gestellt und Volksfestatmosphäre geschaffen. Feuer und Famme für Hetzerath  „Feuer und Flamme für unser Dorf“ hatten die Organisatoren als Motto auserkoren. Sie versprachen nicht zu viel. Echte Begeisterung kam bei den Aktiven auf der Bühne rüber und die enge Verbundenheit mit dem Dorf zeigte sich in der Menge und dem echten Interesse der Besucher, die am Samstagabend zur Eröffnung der zweitägigen Jubiläumsfeier das Bürgerhaus und am Sonntag die Straßen füllten. Dem Motto entsprechend zogen sich die Themen Feuer und Licht konsequent durch das Showprogramm zum Start ins Jubiläumswochenende. Die lokalen Akteure wie der Musikverein, der Mandolinenverein, die Garde, der Chor Klangart, ein Percussion-Quintett und der Gospelchor demonstrierten, moderiert von Walter Feltes, wie vielfältig das Mitmach-Angebot in der wachsenden Ortsgemeinde ist. Ein Zeichen für Vielfalt setzten auch die Gäste aus Uganda, die sich zum Schluss des dreistündigen Bühnenprogramms beim Gospelchor „Crossover“ einreihten, das Publikum mit ihrem Schwung von den Sitzen rissen und es nach draußen führten. In nächtlicher Kulisse wirbelte dort ein Artist mit Feuerjonglage atmosphärische Flammenbilder in die schwarze Nacht. Danach wurde es andächtig still zum Zapfenstreich bis um Mitternacht. Zapfenstreich? Noch lange nicht im Sinne von Sperrstunde. Mit Postkutsche und Römerexpress durchs Dorf Am Sonntagmorgen hatten die letzten Partygäste das Bürgerhaus erst vor wenigen Stunden verlassen, als die Ersten ihre Stände aufbauten. Vereine und Gewerbetreibende schufen entlang der Hauptstraße und am Engelshof Anlaufstellen, die das Publikum neugierig machten und einluden. Das von Häusern schützend  eingefasste Rondell „Goldenes Eck“ erwies sich über den Tag als idealer Platz für den Kunsthandwerkermarkt. Die behagliche Atmosphäre machte Lust, sich an den Ständen mit den Kreativen in einen Plausch einzulassen, sich selbst im Schriftsetzen zu versuchen, dem Bienenvolk eines Hetzerather Imkers unter seinen Erläuterungen zuzusehen oder der swingenden Liveband um Werner Knopp hinter dem Gartenzaun zuzuhören. An den Ständen beteiligte sich auch die Delegation aus Uganda. Mitarbeiter des Hetzerather Partnerprojektes Sharing Youth Centre in Kampala hatten Textilarbeiten mitgebracht und boten im Café der Kulturen Speisen an.  Wer das Dorf erkunden wollte, konnte dafür in die Postkutsche oder den Trierer Römerexpress zusteigen und fuhr an Oldtimern und Musikbands vorbei bis zum Engelshof, wo er sich ein Joghurteis aus der Privat-Molkerei gönnte und Kinder das legendäre Riesenkaninchen Willi, Küken und Wildschweine bestaunten. So weit dann doch so dörflich, aber eben auch so schön. Mit professionellem Management der vielen Beteiligten, denen Hand in Hand ein reibungsloser Ablauf gelungen ist, mit Ideenreichtum und Mut zum Großen, hat Hetzerath gezeigt, was geht. Und dabei auch noch die Verbindung von Tradition und Aufbruch geschafft. Text/ Fotos: Sybille Schönhofen„Das hat was Städtisches“, mit diesem Satz fassten Besucher der 950-Jahrfeier Hetzeraths am Wochenende ihren Eindruck zusammen. Für eine 2100-Einwohner-Gemeinde gilt das als höchstes Lob. Zwei Tage lang hat Hetzerath tatsächlich Enormes auf die Beine…

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