Erdgasleitung im Eiltempo wiederhergestellt

Zu Beginn der Heizperiode erhalten erste Orte wieder Gas

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Ehlingen und Teile von Heimersheim gehen am 28. September wieder ans Netz.

Die Arbeiten zur Wiederherstellung des zerstörten Erdgasnetzes im Ahrtal machen große Fortschritte. Wie die Energienetze Mittelrhein als Netzbetreiber mitteilen, konnten zwei wichtige Ahrquerungen bereits fertiggestellt werden. Mit einem speziellen Spülbohrverfahren konnten neue Leitungen unterhalb des Flussbettes erstellt werden. Diese sind die Voraussetzung dafür, dass in Kürze die Stadtteile Ehlingen, Heimersheim, Heppingen, Gimmigen und Kirchdaun sowie den Ortsbezirk Bengen der Gemeinde Grafschaft wieder mit Erdgas versorgt werden können. Diese Leitungen wurden bewusst deutlich tiefer verlegt als die ursprünglichen, die im Zuge der Flutkatastrophe Mitte Juli komplett zerrissen wurden.

Auch die Hochdruckleitung zwischen Lohrsdorf und Heppingen konnte in einem Rekordtempo neu errichtet werden. "Es handelt sich hierbei gewissermaßen um die Hauptschlagader unseres Erdgasnetzes im Ahrtal. Über diese Hochdruckleitung strömt das Gas von Remagen-Kripp aus kommend bis nach Walporzheim", erläutert Pressesprecher Marcelo Peerenboom.

Die Ahrquerung in Lohrsdorf ermöglicht es, die Stadtteile Heimersheim und Ehlingen als erstes wieder mit Erdgas versorgen zu können. Parallel haben die Netzexperten der Energienetze Mittelrhein (enm) zwischenzeitlich alle Haushalte in diesem Gebiet aufgesucht, um die Netzanschlüsse zu verschließen und wo nötig die Gaszähler und Regler zu demontieren. Auch die erforderlichen Druckproben sind erfolgreich verlaufen.

Wichtig: Installateur für die Zählerneusetzung beauftragen

Für die Haushalte in Heimersheim und Ehlingen bedeutet dies: In den nächsten Tagen wird die Erdgasversorgung wieder aufgenommen. Am Dienstag, 28. September, wird die enm auf die Leitungen in Ehlingen (komplett) und in Heimersheim (teilweise) wieder Gas geben. Die restlichen Straßenzüge in Heimersheim sind dann wenige Tage später an der Reihe. In nicht überfluteten Gebieten, wo Zähler und Regler noch vorhanden sind, werden die Netzexperten der enm den Netzanschluss entlüften und ein von enm beauftragter Dienstleister sowie unterstützende Vertragsinstallationsunternehmen die Heizungsanlage im Anschluss in Betrieb nehmen. Wurden der Zähler und Regler hingegen überflutet und folglich von der enm ausgebaut, werden die enm-Monteure den Netzanschluss nur entlüften. Im Anschluss muss das vom Hauseigentümer beauftragte Vertragsinstallationsunternehmen (VIU) die Zählerneusetzung sowie die Wiederinbetriebnahme über das Netzportal der enm beantragen. Die Zähler erhält das VIU bei der enm. "Über dieses Verfahren haben wir uns mit der Innung abgestimmt und die Installationsunternehmen entsprechend informiert", berichtet Marcelo Peerenboom. "Daher ist es wichtig, sich bereits frühzeitig mit seinem Heizungsinstallateur in Verbindung zu setzen, um schnellstmöglich wieder seine gasbetriebenen Geräte nutzen zu können."

Über den Zeitpunkt der geplanten Wiederinbetriebnahme informiert die enm stets aktuell auf der Webseite www.enm.de/hochwasser. Dort werden die entsprechenden exakten Termine sofort veröffentlicht, sobald diese feststehen. Bis dahin ist zumindest eine grobe Schätzung hinterlegt. "Wir bitten um Verständnis, wenn es bei den Installateuren aufgrund der Menge der betroffenen Haushalte in den nächsten Wochen zu Engpässen kommt. Alle Beteiligten tun hier wirklich ihr Bestes im Sinne der Bürger", appelliert Peerenboom an die Bevölkerung. Nach den Orten Heimersheim und Ehlingen werden nach den aktuellen Planungen die Orte Heppingen, Gimmigen, Kirchdaun und Bengen als nächstes an der Reihe sein.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Simmerath hilft mit 10000 Euro

Simmerath. Es war fast wie ein herbstliches Fest, so erzählten viele Besucher vom verkaufsoffenen Sonntag in Simmerath. Den gemütlichen Bummel durch den Ort und die Geschäfte konnte man durch kulinarischen Genuss abrunden - und ihm mit dem abendlichen Open-Air-Konzert ein Sahnehäubchen aufsetzen. Die Spendenaktion »Simmerath hilft« fand mit dem Benefizkonzert der Band »Vennomenal« ihren krönenden Abschluss. Durch den Verkauf von Losen wurden stolze 10.000 Euro eingenommen, die nun an die Flutopfer aus den Nachbarkommunen Schleiden, Stolberg und Roetgen/Mulartshütte gespendet wird. Das beachtliche Spendenergebnis auf der einen Seite, die große Unterstützung und Bereitwilligkeit, für einen guten Zweck zu helfen, auf der anderen Seite, machen aus der Aktion einen vollen Erfolg und zeigen, wie Simmerath zusammensteht.   Durch den Kauf eines Loses konnte man zudem an einem Gewinnspiel teilnehmen, dessen Preise von der Gewerbeverein Simmerath Marketing GmbH & Co KG gesponsert wurde: Weber Grill Genesis II EX-315 GBS inkl. Zubehörpaket - Losnummer: 1656Fernseher LG OLED 55 Zoll, UHD 4K, SMART TV, webOS 6.0 mit LG ThinQ -Losnummer: 04043 x Simmerather Geschenkekarte im Wert von 100 Euro - Losnummern 3040, 3159, 1257 Die Gewinner sollten sich bis zum 8. November per E-Mail an info@gewerbeverein-simmerath.de melden. Unter Vorlage des Gewinnerloses wird dann die Übergabe der Gewinne persönlich abgestimmt. Danach werden die Lose ungültig und die nicht ausgegebenen Gewinne bleiben beim Veranstalter.Es war fast wie ein herbstliches Fest, so erzählten viele Besucher vom verkaufsoffenen Sonntag in Simmerath. Den gemütlichen Bummel durch den Ort und die Geschäfte konnte man durch kulinarischen Genuss abrunden - und ihm mit dem abendlichen…

weiterlesen