Kundennähe geht über räumliche Nähe hinaus

Sparkasse Aachen streicht Filialen, erhält aber Standorte

Altkreis Monschau. Die Sparkasse Aachen stellt ihr Geschäftsstellen-Konzept der Zukunft vor. Dazu zählt auch, dass einige Geschäftsstellen in Selbstbedienungsstandorte umgewandelt werden.

Wer kennt es nicht, das weiße Sparkassen-S auf rotem Hintergrund, das auf den zahlreichen Geschäftsstellen der Sparkasse Aachen in der Städteregion zu sehen ist. Die Sparkasse ist fast überall.
Viele Banken haben bereits die Anzahl ihrer Filialen deutlich reduziert, nicht nur in unserer Region, sondern deutschlandweit. So hat sich auch die Sparkasse Aachen aktuell intensiv mit ihren Standorten beschäftigt, wie der Vorstandsvorsitzende Norbert Laufs mitteilt.

Generell nutzen auch die Menschen in der Städteregion Bankleistungen mittlerweile vollkommen anders als noch vor einigen Jahren. Serviceleistungen wickeln die meisten zunehmend digital, bequem und vor allem ortsunabhängig über den PC oder das Smartphone ab. Tendenz zunehmend, und das nicht erst seit Corona. Die Sparkasse bietet hier moderne Möglichkeiten, wie die Internetfiliale oder die mehrfach ausgezeichnete Sparkassen-App, die Bankfiliale in der Hosentasche.

Das neue Konzept der Sparkasse Aachen sieht vor, Geschäftsstellen künftig stärker an größeren Standorten zusammenzuführen. Dabei wird in den kommenden Jahren kräftig in Neu- und Umbauten investiert, was laut Norbert Laufs ein wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung der Standorte ist. »Wir möchten moderne und kundenfreundliche Standorte, die langfristig Bestand haben«, so Laufs. »Damit tragen wir auch zu einer städtebaulichen Aufwertung in den Kommunen der Städteregion bei.«

Zwei Eifel-Standorte im Herbst betroffen

Im ersten Schritt wird die Sparkasse im vierten Quartal 2021 16 ihrer insgesamt 86 Geschäftsstellen in Selbstbedienungsstandorte umwandeln. An diesen Standorten wird jeweils ein Geldautomat inklusive Kontoauszugdrucker verbleiben - in der Nordeifel zählen die Geschäftsstellen Lammersdorf und Rott dazu.
Darüber hinaus plant die Sparkasse in den kommenden Jahren, sukzessive 16 weitere Geschäftsstellen mit größeren Standorten im jeweiligen Umfeld zusammenzufassen, so auch Höfen, Kalterherberg, Konzen, Mützenich, Eicherscheid, Kesternich, Rurberg, Steckenborn und Strauch.

Um eventuell auftretende Lücken zu schließen, setzt die Sparkasse eine zweite Mobile Geschäftsstelle ein, die dann zusätzliche Stellen regelmäßig anfährt.

Laufs betont, dass die Kunden überwiegend ihre gewohnten Ansprechpartner behalten werden. Betriebsbedingte Kündigungen wird es nämlich nicht geben. »Im Gegenteil«, wie Norbert Laufs verrät. »Wir brauchen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um auch künftig für unsere Kunden die gewohnt guten Leistungen zu erbringen.« Dabei werde die Sparkasse weiterhin die Chancen der Digitalisierung aktiv nutzen, um noch effizienter und noch schneller zu werden. Auch wird die Sparkasse nach eigenen Angaben in Zukunft zahlreichen jungen Menschen einen Ausbildungsplatz und anschließend einen attraktiven Arbeitsplatz anbieten.

Nach der vollständigen Umsetzung aller Maßnahmen ist die Sparkasse mit 53 stationären und zwei mobilen Geschäftsstellen in der Städteregion auch künftig flächendeckend vertreten. Darüber hinaus wird die Sparkasse 42 Selbstbedienungsstandorte und 22 weitere externe Geldautomaten unterhalten. »Insgesamt gibt es also 119-mal Sparkasse Aachen in der Städteregion zuzüglich natürlich der zahlreichen digitalen Angebote, über die uns die Kunden erreichen«, fasst Laufs zusammen.

Das Fazit für Norbert Laufs: »Wir stellen uns mit unserem Geschäftsstellen-Konzept neu auf. Wir bleiben dabei für unsere Kunden auch weiterhin gut erreichbar und stehen umfassend für qualifizierte Beratungen zur Verfügung. Auch die digitalen Wege bauen wir weiter aus, damit unsere Kunden Serviceleistungen flexibel nutzen können und uns auf dem von ihnen bevorzugten Weg einfach erreichen können. Zudem stärken wir mit diesem Konzept die Geschäftsstellen langfristig und stellen sicher, dass die Sparkasse auch in Zukunft stark genug bleibt, um die Menschen in der Region in vielfältiger Weise zu unterstützen und ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben.«

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