Wenn der Bus nicht kommt

Vanessa Krinetzki nutzt den ÖPNV, hat aber ständig Probleme

Altkreis Monschau. Sie tut das, was viele Menschen in Zeiten zunehmender Mobilität und Klimawandel tun sollten: Sie fährt per ÖPNV zur Arbeit. Und doch ist Vanessa Krinetzki ständig entnervt, wenn sie auf ihrer Arbeitsstelle ankommt.

»Seit März mache ich in Walheim eine Ausbildung in der Gastronomie. Doch die Fahrt mit der SB 63 wird immer wieder zur Tortur«, schimpft die 23-Jährige aus Lammersdorf. Viermal täglich fährt sie mit dem Bus, da sie vormittags und am Abend arbeiten muss. »Mal kommt der Bus gar nicht, mal verspätet, sodass der Anschluss weg ist. Denn gewartet wird nicht«, erklärt sie und hat jeden einzelnen Vorfall dokumentiert. Auf Nachfrage beim Busverkehr Rheinland fehlen oft die notwendigen GPS-Daten, um mittels der sogenannten »Mobilitätsgarantie« 25 Euro für ein Taxi erstattet zu bekommen. Immer wieder komme sie daher zu spät zur Arbeit, sodass die Geduld der toleranten Chefin bereits stark strapaziert sei. Und drauf zahlen müsse sie für die Taxifahrt auch.

Von anhaltenden Problemen auf der Strecke weiß Karl-Heinz Huppertz von der Busverkehr Rheinland GmbH nichts. Die aktuelle Umleitung durch die Sperrung an Fringshaus sei jedoch eine Katastrophe. »Dadurch gibt es Verspätungen, die Fahrer kommen mit ihren Lenkzeiten nicht mehr hin und es kommt zu Ausfällen«, moniert er. Doch das Chaos habe hoffentlich bald ein Ende.

Darauf hofft auch Vanessa Krinetzki.

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