Moderne Verwaltung braucht kein Papier

Kurt Victor setzt als Bürgermeisterkandidat auf Synergien

Monschau. 30000 Euro möchte Kurt Victor im Haushalt der Stadt Monschau einsparen. Wie? Durch die Umstellung auf ein papierloses Büro. »Warum muss ein Steuerzettel ausgedruckt und verschickt oder die Fremdenverkehrsabgabe auf Papier ausgefüllt werden?«, fragt sich der IT-Fachmann, der für die FDP zum Bürgermeisterkandidaten nominiert wurde. Damit fordert er Amtsinhaberin Margareta Ritter sowie die grüne Silvia Mertens heraus.

»Corona zeigt: Monschau kann Homeoffice«, versichert Kurt Victor. 60 Prozent der Stadtverwaltung könne man in die eigenen vier Wände verlegen, frei werdende Räume vermieten - etwa an die Städteregion, die ihre Mitarbeiter aus der Eifel dann wohnortnah arbeiten lassen könnte statt sie täglich nach Aachen pendeln zu lassen. »Das entlastet die Straßen und schont die Umwelt« weiß Victor.

Auch die Grundschule Kalterherberg könnte zum Bürokomplex werden, der flexibles Arbeiten vor der Haustüre möglich mache. Der Breitbandausbau sei dafür unerlässlich, um auch in Orten wie Höfen oder Widdau Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Talsperre erweitern, um Wasserknappheit in Zeiten des Klimawandels entgegen zu wirken, ist ein wichtiges Thema für den Liberalen. Ebenso die Grundschule in Höfen wieder zum Hauptstandort zu machen statt in Mützenich einen Anbau zu benötigen.

Weitere Neubaugebiete möchten Victor und seine FDPler auf Eis stellen bis durch ein Gebäudekataster klar sei, wann und wo Häuser und Wohnungen leer stehen werden.

Victor möchte alle städtische Gebäude mit Photovoltaik- und Solaranlagen ausstatten, Gastronomie und Tourismus fördern, aber auch fordern. »Wir müssen interkommunal mehr zusammen arbeiten, um die Region für Gäste noch attraktiver zu gestalten, Gewerbeansiedlungen zu realisieren oder aber den ÖPNV zukunftsfähig zu machen - etwa durch einen NetLiner für die ganze Nordeifel.«

Kurt Victor hat viel vor und ein junges Team hinter sich, das die vorderen Plätze auf der Reserveliste einnimmt. Bereits bei der letzten Kommunalwahl war der heute 59-Jährige aus Konzen als Bürgermeisterkandidat angetreten - damals hatte er zwar »nur« 3,5 Prozent der Stimmen geholt, vertritt aber die FDP bereits seit drei Wahlperioden im Stadtrat.

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