Reifenschäden zwingen WTM in Spa in die Knie

Monschau. Wiederholte Reifenschäden zwingen WTM Racing zur Aufgabe in Spa. Jetzt heißt es zusammen mit Reifenhersteller Hankook nach Lösungen suchen. Drittschnellste Rennrunde als Motivation für die Zukunft.

Die zwölf Stunden von Spa-Francorchamps, der zweite Lauf zur 24h Series powered by Hankook, endeten für das Wochenspiegel Team Monschau (WTM Racing) vorzeitig. Der Ferrari 488 GT3 #22 "Luigi" von Georg Weiss, David Perel, Oliver Kainz, Jochen Krumbach und Leonard Weiss und ein weiterer von Rinaldi Racing eingesetzter Ferrari wurden von insgesamt sieben Reifenschäden auf der Hinterachse heimgesucht. Aus diesem Grund entschloss sich das Team, das Rennen kurz vor Beginn der letzten Stunde vorzeitig zu beenden.

Sicherheit steht an erster Stelle

"Das ist natürlich extrem enttäuschend für uns, aber das Risiko ist es uns nicht wert", sagt Georg Weiss, Teamchef und Fahrer von WTM Racing. "Die Sicherheit unserer Fahrer steht an erster Stelle. Es liegt auf der Hand, dass wir jetzt gemeinsam mit Hankook jede Menge zu analysieren haben, denn wir haben uns an alle Vorgaben gehalten. Bei einem Reifensatz hatten wir tatsächlich einen etwas geringen Luftdruck, aber bei allen anderen Schäden beider Fahrzeuge waren die Reifen im richtigen Fenster. Wir haben noch während des Rennens die Abstimmung verändert, aber das hat auch nicht geholfen."

"Gute Figur" bis zum ersten Schaden

Solange die Reifen hielten, machte "Luigi" eine gute Figur. Bis zum ersten Reifenschaden im ersten Teil des Rennens am Freitagabend hielt sich WTM Racing beständig in den Top 3 auf, bevor das Reifenpech ein erstes Mal zuschlug. So übernachtete das Quintett auf der neunten Position.

Am Samstag, an dem der Löwenanteil des Rennens auf dem Programm stand, startete "Luigi" seine Aufholjagd. Mit schnellen Rundenzeiten arbeitete sich die Mannschaft wieder bis auf Rang fünf nach vorn. David Perel gelang dabei in 2:21.671 Minuten die drittschnellste Runde des Rennens.

Doch drei weitere Reifenschäden warfen den Ferrari immer wieder zurück. Nachdem am zweiten Fahrzeug von Rinaldi Racing bei 250 km/h erneut ein Reifen platzte und der Bolide heftig in die Mauer einschlug, holte WTM Racing seinen Ferrari endgültig an die Box.

WTM Racing wird sich nun auf den dritten Lauf der 24h Series powered by Hankook vorbereiten. Bei den zwölf Stunden von Brünn am Freitag und Samstag, 24. und 25. Mai, wird das Team wieder mit einem Ferrari 488 GT3 an den Start gehen.

Stimmen nach dem Rennen

"Das war natürlich kein schönes Geschenk zu Ostern. Jetzt müssen wir schnell nach vorn schauen. Wir sind mit unserer Leistung von Team und Fahrern sehr zufrieden. Ich bin sehr stolz auf meinen Sohn, der einen wirklich tollen Job gemacht und sich hervorragend eingebracht hat. Es hat mit dem ganzen Team wieder richtig viel Spaß gemacht - sowohl mit unserer WTM-Familie oder die Rinaldi-Jungs. Wir freuen uns jetzt bereits auf das nächste Rennen, dann aber hoffentlich mit weniger Reifenpech", so Georg Weiss, der den Ferrari 488 GT3 #22 fuhr.

Auch Oliver Kainz (Fahrer Ferrari 488 GT3 #22) blickt optimistisch in die Zukunft: "Trotz der sportlichen Enttäuschung war Spa eine Reise wert. Ich sehe es als Training und Vorbereitung für die 24 Stunden von Spa an. Und da haben wir einiges gelernt. Auch lernen wir immer mehr die 24h Series powered by Hankook zu verstehen. Wir finden uns immer besser in die Serie ein. (...) Ich freue mich bereits aufs nächste Rennen und bin guter Dinge."

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