Schöne Stunden an Eifeler Krippen

In den Kirchen von Höfen und Konzen wird eifrig gewerkelt

Höfen. In Staunen versetzen ist die große Kunst von Reiner Jakobs. Der singende Hirte hat mit einer eifrigen Helferschar wieder eine einzigartige Landschaftskrippe in die Höfener Pfarrkirche gezaubert. Aber auch in Konzen haben fleißige Handwerkerdie Herberge der heiligen Familie sehr anschaulich in der Pfarrkirche platziert.

»Ich bin schon etwas verrückt. Das wird nach mir niemand mehr machen«. Bescheiden und selbstironisch weiß Reiner Jakobs, dass sein Hang zur Perfektion ebenso einzigartig ist wie das Kunstwerk der nachempfundenen Geburtstätte Jesu. Besondere Highlights wie ein historisches Wasserrad mit Sägewerk oder einem Hochsitz, die Reiner Jakobs in sein Gesamt-Kunstwerk eingebaut hat, stechen aus dem Gesamtbild heraus. Knapp drei Wochen dauern die Aufbauarbeiten - bis zu sieben Helfer unterstützen ihn tatkräftig dabei, schließlich wird die Landschaft Jahr für Jahr verändert.

Ganz besonders stolz ist der »singende Hirte« jedoch auf seine neue Statue der Mutter Gottes. »Meine Tochter hat mir die Figur geschenkt, sie wird in unserer Region, die der heiligen Maria sehr verbunden ist, sicherlich viele Menschen efreuen und berühren«, glaubt der emsige Musiker und Handwerker. »Am Marienaltar werden jeden Tag 300 bis 400 Lämpchen entzündet«, weiß Jakobs.

Offiziell ab Samstag, 30. November, wird der »singende Hirte« Reiner Jakobs acht Wochen lang bis zum 26. Januar 2020 die Besucher der Landschaftskrippe musikalisch unterhalten. Mit Panflöte, Gitarre und Mundharmonika musiziert er täglich von 10 bis 18 Uhr in der Höfener Pfarrkirche St. Michael, um mit seinem Gesang Spenden für den Förderverein »Hilfe für krebskranke Kinder« im Klinikum der RWTH Aachen zu sammeln. Die ersten Busgruppen haben sich jedoch bereits für Freitag angemeldet. »Das managt meine Frau Irmgard im Hintergrund«, ist der 78-Jährige dankbar für die Unterstützung.

Weihnachtsgeschichte in acht Bildern

»Das Engagement von Rainer Jakobs als Singender Hirte ist einzigartig. Wir sind ihm und seiner Ehefrau, seinen Helfern und Unterstützern, sehr dankbar«, unterstreicht Bürgermeisterin Margareta Ritter. Er biete in der Vorweihnachtszeit, zum Weihnachtsfest und auch in den Wochen danach einen Ort der Andacht, des zur Ruhe kommens und der Nächstenliebe. Ritter: »Er macht die Menschen glücklich und zeigt uns auf seine bescheidene Weise, dass es so einfach sein kann, zu helfen.«

Nicht minder eifrig sind die Handwerker in der Konzener Kirche. Seit 1961 zieht die Krippe tausende Besucher an. Vom ersten Advent bis Maria Lichtmess (02.02.) wird die Weihnachtsgeschichte in acht wöchentlich wechselnden Bildern dargestellt. Die Kirche ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Weihnachten in der Eifel

In der Weihnachtszeit wird die Eifel zu einem magischen Ort. Andrea Grießmann lässt sich von dem Eifeler Fotografen Niklas Coen die schönsten Orte des Winterwunderlands zeigen. Gehüllt in ein weißes Kleid und von unzähligen Lämpchen in magisches Licht getaucht, bilden die Fachwerkhäuser von Monschau eine märchenhafte Kulisse: Auf dem idyllischen Weihnachtsmarkt probiert Grießmann Printen und Monschauer Senf, bevor sie zur Kirche St. Michael und dem singenden Hirte nach Höfen fährt. Zu sehen ist »Wunderschön - Weihnachten in der Eifel« am Sonntag, 1. Dezember, um 20.15 Uhr im WDR-Fernsehen.

Konzerte und Anmelden

Zu unregelmäßigen Zeiten erweitert ein Bläsertrio das weihnachtlich-musikalische Programm. Zudem gibt es folgende Konzerte:
Sonntag, 15.12., 15 Uhr: Weihnachtlichtskonzert des Eifelchor
Freitag, 20.12., 15 Uhr: Oldie-Express Schleiden
Sonntag, 29.12., 15 Uhr: Weihnachtskonzert der »Lyra« Höfen
Samstag, 04.01., 16 Uhr: Mandolinenorchster Huppenbroich
Samstag, 18.01., 15 Uhr: Blechbläserquintett Mechernich
Gruppen können sich bei Reiner Jakobs anmelden unter Telefon 02472 / 1373 oder E-Mail an krippe-hoefen@gmx.de

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