Kunst und Kultur leicht erleben

Elke Heidenreich und Muttis Kinder beim Kulturfestival X

Roetgen. »Kultur ist ein hohes Gut.« Sie mit Begeisterung zu den Menschen zu bringen und Neugierde zu wecken ist das Ziel des Kulturfestival X.

Eifel (Fö).Städteregionsrat Helmut Etschenberg ist stolz auf das Kulturfestival X, das zum 16. Mal veranstaltet wird. Und dazu wartet Initiatorin Dr. Nina Mika-Helfmeier mit einem großen Veranstaltungsreigen auf: 13 Events in zehn Kommunen. Kulturbegeisterte im Monschauer Land dürfen sich dabei auf eine Lesung, musikalisches Comedy und die fünf Ausstellungen im Monschauer KuK freuen.

Das »Kulturfestival X« der StädteRegion Aachen begeistert Jahr für Jahr tausende Besucher. Dabei wurde stets ein sehens- und hörenswerter Querschnitt durch verschiedenste kulturelle Highlights geboten: Matthias Brandt, Thees Uhlmann, Drangsal, Tocotronic, Triggerfinger oder auch die Einstürzenden Neubauten waren nur einige Höhepunkte der Vergangenheit. Auch in diesem Jahr finden wieder herausragende Veranstaltungen statt:

Am Samstag, 5. Mai, ist Elke Heidenreich mit »Alles kein Zufall« im Roetgener Bürgersaal zu Gast. Sie erzählt von sich,  von  Liebe  und  Streit,  von  Begegnungen und Trennungen, von Tieren,  Büchern  und  damit  von  uns allen. Sie zeigt in kurzen Geschichten, traurigen und komischen Szenen  Situationen,  in  denen  jeder sich wiedererkennt – und die dann  zusammenwachsen zu einem einzigen  Roman  jedes  unwiederholbaren  Lebens.  Denn  wenn  man   nur genau genug hinschaut, ist so ein  Menschenleben  mit  all  seinen Glücks-  und  Unglücksfällen  alles  andere als ein Zufall. Die Lesung wird von Klaviermusik begleitet.

Das epische Pogramm

»Muttis Kinder« sind schon Stammgast beim Kulturfestival X. Am Freitag, 13. Juli, produzieren  Claudia Graue, Marcus Melzwig und Christopher Nell Gesangskristalle,  klar,  funkelnd  und  präzise  geschliffene  Klangkonstruktionen  in  den  schillerndsten  Farben.  Gesang,    Klangeffekte,    Begleitung und Lead wechseln sich reibungslos ab, aus den Sängern wird eine ganze  Band,  ein  Streichtrio oder ein Synthesizer.

Besucher der Veranstaltungen und Ausstellungen zahlen 3,50 Euro je Eintrittskarte und es werden zwei Karten pro Person ausgegeben. »Wir wollen möglichst vielen Menschen ermöglichen, die Veranstaltungen zu besuchen«, unterstreicht Helmut Etschenberg. Daher werde der Eintrittspreis niedrig gehalten - er sei aber notwendig, um überfüllte Konzerträume zu vermeiden.

Tickets für Elke Heidenreich gibt es in der Roetgener Buchhandlung »Lesezeichen«m Hauptstraße 43. Eintrittskarten für »Muttis Kinder« gibt es im Simmerather Rathaus.
Zudem gehören die fünf Ausstellungen im Kunst- und Kulturzentrum in Monschau zum Kulturfestival X.
Alle Informationen gibt es unter www.staedtregion-aachen.de/kulturfestival oder auf Facebook.

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Hetzerath im ganz großen Stil

Hetzerath. „Das hat was Städtisches“, mit diesem Satz fassten Besucher der 950-Jahrfeier Hetzeraths am Wochenende ihren Eindruck zusammen. Für eine 2100-Einwohner-Gemeinde gilt das als höchstes Lob. Zwei Tage lang hat Hetzerath tatsächlich Enormes auf die Beine gestellt und Volksfestatmosphäre geschaffen. Feuer und Famme für Hetzerath  „Feuer und Flamme für unser Dorf“ hatten die Organisatoren als Motto auserkoren. Sie versprachen nicht zu viel. Echte Begeisterung kam bei den Aktiven auf der Bühne rüber und die enge Verbundenheit mit dem Dorf zeigte sich in der Menge und dem echten Interesse der Besucher, die am Samstagabend zur Eröffnung der zweitägigen Jubiläumsfeier das Bürgerhaus und am Sonntag die Straßen füllten. Dem Motto entsprechend zogen sich die Themen Feuer und Licht konsequent durch das Showprogramm zum Start ins Jubiläumswochenende. Die lokalen Akteure wie der Musikverein, der Mandolinenverein, die Garde, der Chor Klangart, ein Percussion-Quintett und der Gospelchor demonstrierten, moderiert von Walter Feltes, wie vielfältig das Mitmach-Angebot in der wachsenden Ortsgemeinde ist. Ein Zeichen für Vielfalt setzten auch die Gäste aus Uganda, die sich zum Schluss des dreistündigen Bühnenprogramms beim Gospelchor „Crossover“ einreihten, das Publikum mit ihrem Schwung von den Sitzen rissen und es nach draußen führten. In nächtlicher Kulisse wirbelte dort ein Artist mit Feuerjonglage atmosphärische Flammenbilder in die schwarze Nacht. Danach wurde es andächtig still zum Zapfenstreich bis um Mitternacht. Zapfenstreich? Noch lange nicht im Sinne von Sperrstunde. Mit Postkutsche und Römerexpress durchs Dorf Am Sonntagmorgen hatten die letzten Partygäste das Bürgerhaus erst vor wenigen Stunden verlassen, als die Ersten ihre Stände aufbauten. Vereine und Gewerbetreibende schufen entlang der Hauptstraße und am Engelshof Anlaufstellen, die das Publikum neugierig machten und einluden. Das von Häusern schützend  eingefasste Rondell „Goldenes Eck“ erwies sich über den Tag als idealer Platz für den Kunsthandwerkermarkt. Die behagliche Atmosphäre machte Lust, sich an den Ständen mit den Kreativen in einen Plausch einzulassen, sich selbst im Schriftsetzen zu versuchen, dem Bienenvolk eines Hetzerather Imkers unter seinen Erläuterungen zuzusehen oder der swingenden Liveband um Werner Knopp hinter dem Gartenzaun zuzuhören. An den Ständen beteiligte sich auch die Delegation aus Uganda. Mitarbeiter des Hetzerather Partnerprojektes Sharing Youth Centre in Kampala hatten Textilarbeiten mitgebracht und boten im Café der Kulturen Speisen an.  Wer das Dorf erkunden wollte, konnte dafür in die Postkutsche oder den Trierer Römerexpress zusteigen und fuhr an Oldtimern und Musikbands vorbei bis zum Engelshof, wo er sich ein Joghurteis aus der Privat-Molkerei gönnte und Kinder das legendäre Riesenkaninchen Willi, Küken und Wildschweine bestaunten. So weit dann doch so dörflich, aber eben auch so schön. Mit professionellem Management der vielen Beteiligten, denen Hand in Hand ein reibungsloser Ablauf gelungen ist, mit Ideenreichtum und Mut zum Großen, hat Hetzerath gezeigt, was geht. Und dabei auch noch die Verbindung von Tradition und Aufbruch geschafft. Text/ Fotos: Sybille Schönhofen„Das hat was Städtisches“, mit diesem Satz fassten Besucher der 950-Jahrfeier Hetzeraths am Wochenende ihren Eindruck zusammen. Für eine 2100-Einwohner-Gemeinde gilt das als höchstes Lob. Zwei Tage lang hat Hetzerath tatsächlich Enormes auf die Beine…

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