An Lärm gewöhnt man sich nie

Lärmschutzbeauftragter unterstützt "Silent Rider"

Simmerath. Schlechte Luft und Lärm machen krank. Das weiß Thomas Marwein, Lärmschutzbeauftragter der Landesregierung von Baden-Württemberg, der jetzt zu Gast bei der Initiative »Silent Rider« war. Und da das Gesetz den Bürger nicht genügend schütze, unterstütze er die Kampagne gerne.

Wenn Marwein sich die Sorgen und Nöte der Bürgermeister aus den Eifel-Kommunen anhört, dann kommt ihm vieles bekannt vor. Schließlich stammt der Grünen-Politiker aus dem Schwarzwald - touristisch geprägt und kurvenreich wie die Eifel. »Wir alle heißen Motorradfahrer willkommen, wir wollen aber keine Raser und Heizer«, unterstreicht Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns neuerlich. 30 Kommunen haben sich bereits den »Silent Rider« angeschlossen. »Wir müssen stark in allen Bundesländern vertreten sein, um uns in Berlin und Brüssel Gehör zu verschaffen«, unterstreicht Peter Cremer, Bürgermeister der Stadt Heimbach. Schließlich seien Lärmschutzmaßnahmen, die an den oft manipulierten Krädern vorgenommen werden müssten, Sache der Bundespolitik oder aber Europarecht. »Wenn ein Biker richtig aufrdreht, kann man 80 Dezibel und mehr messen. Jedoch geht das nur bei voller Fahrt, bei der Überprüfung durch die Polizei bewege man sich meist im Normbereich.«

»Elektro-Kräder sind deutlich leiser«, versichert Marwein, der mit den Eifelern in ständigem Austausch bleiben will, aber auch weiß, dass es ein weiter Weg ist, bis auch die, die es nicht freiwillig tun, zu »Silent Rider« werden.

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