1 Kommentar

Illegales Motorradrennen am Rursee

Zwei Motorräder und Führerscheine sichergestellt

Rurberg. Nach nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen im öffentlichen Verkehrsraum hat die Aachener Polizei am Samstag zwei Motorräder und die Führerscheine von zwei Motorradfahrern sichergestellt.

Die Polizei hatte gezielt auf der bei Motorradfahrern bekannten, 12 Kilometer langen "kleinen Eifelrunde" nach Rasern Ausschau gehalten. Ein dritter Motorradfahrer, der ebenfalls erheblich zu schnell war, ging den Beamten durch die Lappen. Kennzeichen und die Beschreibung des Fahrers sind aber aktenkundig.

Recht unkonventionell verfolgten die Beamten das Geschehen. Besagte Rundstrecke beträgt exakt 12 Kilometer und geht über Kesternich und Rurberg wieder bis zum Ausgangspunkt zurück. Unter Einhal-tung der jeweils vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten und ohne anderen Verkehr beträgt die normale Rundenzeit etwas über 11 Minuten. Daraus ergibt sich dann eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 63 km/h.

Ein 60-jähriger Motorradfahrer aus Eschweiler durchfuhr eine Runde mit 7 Minuten und 31 Sekunden, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 95 km/h entspricht, eine zweite Runde legte er mit einer errechneten Durchschnittsgeschwindigkeit von über 102 km/h hin. Bei einer weiteren Runde überholte er noch ein anderes Motorrad mit Geilenkirchener Kennzeichen, welches gerade ebenfalls gemessen wurde. Als beide Motorräder angehalten werden sollten, raste das Geilenkirchener Motorrad an den uniformierten Beamten vorbei. Der 60-Jährige konnte hingegen gefahrlos angehalten werden. Im Gespräch gab der 60-Jährige an, kein Rennen gefahren zu sein. Schon gar nicht gegen den Piloten des Geilenkirchener Motorrades. Im Übrigen würde er sich "nur ein gleichwertiges Motorrad aussuchen und nicht so ein unterlegenes wie diese andere Maschine, die gegen seine 200 PS eh keine Chance hat...". Seine Maschine als so genannter Einziehungsgegenstand sowie sein Führerschein wurden sichergestellt.

Genau so erging es einem 33-jährigen Motoradfahrer aus Eijsden-Margraten (Niederlande). Ihm wird vorgeworfen, zwei Runden mit über 95 km/h und knapp 90 km/h gefahren zu sein. Auch sein Motorrad sowie sein Führerschein wurden sichergestellt.

Die Motorräder wurden an Ort und Stelle abgeschleppt. Zur Beweissicherung haben die Beamten noch Fotos und Videoaufnahmen gemacht. Den Motorradfahrern wird grobes und rücksichtsloses Verhalten vorgeworfen.

Artikel kommentieren

Kommentar von Peter Strang
Donnerwetter, das hat sich ja gelohnt! 2 Rennen fahrende Motorradfahrer, tolle Ausbeute, einer davon hat zudem garnicht teilgenommen. Am Besten macht ihr das mal, wenn unsere niederländischen Freunde unterwegs sind, möglicherweise habt ihr sehr viel mehr Erfolg.
Übrigens, in Belgien werden Motorräder vom TÜV befreit, weil die Belgier davon ausgehen, das nur Idioten sich auf ein kaputtes Krad setzen und dem belgischen Bürger zutrauen ihre Fahrzeuge in Ordnung zu halten.