Brückenbauer für den Frieden

Wittlich. Jean-Claude Juncker, Präsident der europäischen Kommission, ist am Montag im Beisein von rund 1.000 Gästen im Eventum mit dem Georg Meistermann-Preis 2018 der Stadt Wittlich ausgezeichnet worden. Bundestagspräsident a.D. Professor Norbert Lammert hielt die Laudatio. Er erinnerte u.a. an das Leid zweier Weltkriege und betonte die große Bedeutung Jean Claude Junckers als menschlicher und politischer Brückenbauer für die europäische Friedensidee. Weder Frieden noch Demokratie seien selbstverständlich und müssten als hohes Gut bewahrt werden. Gemeinsames Interesse an Europa Juncker nutzte die Preis-Verleihung, um auf die Bedeutung Europas in einer globalisierten Welt hinzuweisen. Und darauf, dass Reden wichtiger sei, als Krieg zu führen: Ein Tag Krieg koste mehr als 20 Jahre die Europäische Union zu finanzieren.  Bürgermeister Joachim Rodenkirch betonte in seiner Ansprache den hohen Wert der Europäischen Gemeinschaft, gerade in einer Zeit, in der sich die geopolitische Architektur zu verschieben beginne. Es stelle sich, so Rodenkirch, die globale Systemfrage "offene Gesellschaft versus geschlossene Gesellschaft". Europa auf der Basis einer demokratischen Wertegemeinschaft sei die Zukunft für ein friedliches Miteinander. Zahlreichen prominenten Gästen aus Bundes-, Landes- und Lokalpolitik dankte er für ihr Kommen ebenso wie den internationalen Gästen und den vielen Bürgerinnen und Bürgern aus der Großregion, unter ihnen auch 150 Oberstufenschülerinnen und –schüler der Cusanus-Gymnasium Wittlich, und begrüßte das gemeinsame Interesse an Europa. Erstmalig im Jahr 2006 nahm Christina Rau den Georg-Meistermann-Preis der Stiftung Stadt Wittlich stellvertretend für ihren verstorbenen Mann Bundespräsident a.D. D. Dr. h.c. Johannes Rau entgegen. Im Jahr 2008 wurde der Preis an Dr. h.c. Charlotte Knobloch, seinerzeit Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, verliehen. Karl Kardinal Lehmann, Bischof von Mainz, war im Jahr 2010 der dritte Träger des Georg-Meistermann-Preises. Danach wurde Bundesaußenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher der Preis im Februar 2013 im EVENTUM Wittlich überreicht. Im Februar 2016 folgte die Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller als Preisträgerin. Hintergrund Der Georg-Meistermann-Preis der Stiftung Stadt Wittlich soll das Andenken an den großen Künstler und Kulturpolitiker Georg Meistermann (1911-1990) und sein unerschütterliches, kritisch-konstruktives Eintreten für Demokratie und Meinungsfreiheit wach halten und nachfolgende Generationen anregen, diesem Beispiel zu folgen. Mit dem Preis werden in der Regel alle zwei Jahre entweder eine oder mehrere Persönlichkeiten oder aber eine oder mehrere Gruppen ausgezeichnet. Der Preis wird in Form einer Urkunde und einer Bronze-Plakette überreicht und ist mit einer an den Stiftungszweck gebundenen Summe von 10.000 EUR dotiert. Meistermann wurde 1911 in Solingen geboren. Nach der Machtergreifung der Nazis 1933 musste er seine 1928 begonnene Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf abbrechen. Zwischen 1937 und 1939 folgten Reisen in die Niederlande, nach Frankreich und England. Zu den ersten wichtigen Aufträgen Georg Meistermanns nach dem Krieg gehörte 1948 die Ausführung der Fenster für die Wittlicher St. Markuskirche. (hwg/red). Fotos: Hanns-Wilhelm Grobe Jean-Claude Juncker, Präsident der europäischen Kommission, ist am Montag im Beisein von rund 1.000 Gästen im Eventum mit dem Georg Meistermann-Preis 2018 der Stadt Wittlich ausgezeichnet worden. Bundestagspräsident a.D. Professor Norbert Lammert…

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Hetzerath feiert im ganz großen Stil

Hetzerath. „Das hat was Städtisches“, mit diesem Satz fassten Besucher der 950-Jahrfeier Hetzeraths am Wochenende ihren Eindruck zusammen. Für eine 2100-Einwohner-Gemeinde gilt das als höchstes Lob. Zwei Tage lang hat Hetzerath tatsächlich Enormes auf die Beine gestellt und Volksfestatmosphäre geschaffen. Feuer und Flamme für Hetzerath  „Feuer und Flamme für unser Dorf“ hatten die Organisatoren als Motto auserkoren. Sie versprachen nicht zu viel. Echte Begeisterung kam bei den Aktiven auf der Bühne rüber und die enge Verbundenheit mit dem Dorf zeigte sich an der Menge und im echten Interesse der Besucher, die am Samstagabend zur Eröffnung der zweitägigen Jubiläumsfeier das Bürgerhaus und am Sonntag die Straßen füllten. Dem Motto entsprechend zogen sich die Themen Feuer und Licht konsequent durch das Showprogramm zum Start ins Jubiläumswochenende. Die lokalen Akteure wie der Musikverein, der Mandolinenverein, die Garde, der Chor Klangart, ein Percussion-Quintett und der Gospelchor demonstrierten, moderiert von Walter Feltes, wie vielfältig das Mitmach-Angebot in der wachsenden Ortsgemeinde ist. Ein Zeichen für Vielfalt setzten auch die Gäste aus Uganda, die sich zum Schluss des dreistündigen Bühnenprogramms beim Gospelchor „Crossover“ einreihten, das Publikum mit ihrem Schwung von den Sitzen rissen und es nach draußen führten. In nächtlicher Kulisse wirbelte dort ein Artist mit Feuerjonglage atmosphärische Flammenbilder in die schwarze Nacht. Danach wurde es andächtig still zum Zapfenstreich bis um Mitternacht. Zapfenstreich? Noch lange nicht im Sinne von Sperrstunde. Mit Postkutsche und Römerexpress durchs Dorf Am Sonntagmorgen hatten die letzten Partygäste das Bürgerhaus erst vor wenigen Stunden verlassen, als die Ersten ihre Stände aufbauten. Vereine und Gewerbetreibende schufen entlang der Hauptstraße und am Engelshof Anlaufstellen, die das Publikum neugierig machten und einluden. Das von Häusern schützend  eingefasste Rondell „Goldenes Eck“ erwies sich über den Tag als idealer Platz für den Kunsthandwerkermarkt. Die behagliche Atmosphäre machte Lust, sich an den Ständen mit den Kreativen in einen Plausch einzulassen, sich selbst im Schriftsetzen zu versuchen, dem Bienenvolk eines Hetzerather Imkers unter seinen Erläuterungen zuzusehen oder der swingenden Liveband um Werner Knopp hinter dem Gartenzaun zuzuhören. An den Ständen beteiligte sich auch die Delegation aus Uganda. Mitarbeiter des Hetzerather Partnerprojektes Sharing Youth Centre in Kampala hatten Textilarbeiten mitgebracht und boten im Café der Kulturen Speisen an.  Wer das Dorf erkunden wollte, konnte dafür in die Postkutsche oder den Trierer Römerexpress zusteigen und fuhr an Oldtimern und Musikbands vorbei bis zum Engelshof, wo er sich ein Joghurteis aus der Privat-Molkerei gönnte und Kinder das legendäre Riesenkaninchen Willi, Küken und Wildschweine bestaunten. So weit dann doch so dörflich, aber eben auch so schön. Mit professionellem Management der vielen Beteiligten, denen Hand in Hand ein reibungsloser Ablauf gelungen ist, mit Ideenreichtum und Mut zum Großen, hat Hetzerath gezeigt, was geht. Und dabei auch noch die Verbindung von Tradition und Aufbruch geschafft. Text/ Fotos: Sybille Schönhofen„Das hat was Städtisches“, mit diesem Satz fassten Besucher der 950-Jahrfeier Hetzeraths am Wochenende ihren Eindruck zusammen. Für eine 2100-Einwohner-Gemeinde gilt das als höchstes Lob. Zwei Tage lang hat Hetzerath tatsächlich Enormes auf die Beine…

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Straßensperrung wegen Bauarbeiten bei AS Manderscheid

Manderscheid. Von Freitag, 1. Juni, 6.30 Uhr, bis Montag, 4. Juni, 5 Uhr, wird der Überbau des Brückenbauwerkes der A 1 in der Anschlussstelle (AS) Manderscheid in Fahrtrichtung Trier abgebrochen. Während der Abbrucharbeiten ist die L 16 im diesem Bereich voll abgesperrt. Eine Umleitung erfolgt über die Autobahn und die benachbarten Anschlussstellen Mehren und Hasborn sowie für langsamere Fahrzeuge unter 60 km/h über das nachgeordnete Straßen- und Wegenetz. Der Verkehr auf der L 16 wird danach einspurig mittels Ampelanlage sowie zeitweise auch zweispurig durch das Baufeld geführt.   Die Tragfähigkeit des Bauwerkes ist seit längerer Zeit eingeschränkt. Provisorisch stabilisiert begannen Mitte April die vorbereitenden Arbeiten, Anfang Mai die Hauptarbeiten zur Erneuerung der beiden getrennten Brückenbauteile auf der Autobahn. Die Baumaßnahme wird in insgesamt drei Phasen über zwei Jahre mit einer Winterpause aufgeteilt. Im ersten Abschnitt wird der Überbau in Fahrtrichtung Trier erneuert. Hierzu ist der Verkehr auf der A 1 komplett auf die Richtungsfahrbahn Koblenz verlegt, während die AS Manderscheid in beiden Fahrtrichtungen während der gesamten Bauzeit befahrbar bleibt. Die Zu- und Abfahrtsspuren in der AS wurden im Zuge der Baustellenverkehrsführung verkürzt.   Darüber hinaus sind zwei weitere Vollsperrungen auf der L16 für den Auf- und Abbau des Traggerüstes geplant von Freitag, 27. Juli, ab 20 Uhr, bis Montag, 30. Juli, 5 Uhr sowie von Freitag, 21. September, ab 20 Uhr bis Montag, 24. September, 5 Uhr. Die Arbeiten des ersten Bauabschnitts sollen planmäßig bis Ende November 2018 fertiggestellt sein. Im nächsten Jahr wird im zweiten Bauabschnitt zur Erneuerung des Bauwerks in der Gegenrichtung in Fahrtrichtung Koblenz analog verfahren.   In einer abschließenden dritten Phase werden Arbeiten zur Instandsetzung des Verblendmauerwerks an den verbleibenden Widerlagern durchgeführt. Die Kosten der Baumaßnahme betragen 3,1 Mio. Euro und werden vom Straßenbaulastträger für die Autobahnen, der Bundesrepublik Deutschland, getragen, Der Landesbetrieb Mobilität, Autobahnamt Montabaur, bittet die Verkehrsteilnehmer um angepasste Fahrweise - vor allem im Bereich der Baustelle - und um Verständnis für die unvermeidlichen Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten. Foto: FF     Von Freitag, 1. Juni, 6.30 Uhr, bis Montag, 4. Juni, 5 Uhr, wird der Überbau des Brückenbauwerkes der A 1 in der Anschlussstelle (AS) Manderscheid in Fahrtrichtung Trier abgebrochen. Während der Abbrucharbeiten ist die L 16 im diesem Bereich voll…

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