Die »Gerd-Blume-Show«: Schlagerrock seit zehn Jahren

Gerd Blume aus Manderscheid erinnert sich zurück

Manderscheid. Mit bürgerlichem Namen heißt er Daniel Conrad, ist 40 Jahre alt und lebt in Manderscheid: Als Gerd Blume präsentiert er zusammen mit seiner Band deutsche Lieder aus den 60ern bis in die 80er Jahre. Am Samstag, 11. Januar feiert die Musikgruppe ihr zehnjähriges Bestehen.

Mit bürgerlichem Namen heißt er Daniel Conrad, ist 40 Jahre alt und lebt in Manderscheid: Als Gerd Blume präsentiert er zusammen mit der Musikgruppe »Die Gerd-Blume-Show« deutsche Lieder aus den 60ern bis in die 80er Jahre.  Am Samstag, 11. Januar feiert die Band ihr zehn-jähriges Bestehen.
Dass es einmal so weit kommt, verdankt Gerd Blume seiner Faszination für  Schlagerstar Guildo Horn.
»Bei einem seiner Konzerte holte er mich auf die Bühne und wir sangen zusammen. Da wusste ich, dass ich das auch machen will«.

Die Harmonie ist das Wichtigste

Seinen Wunsch setzte Blume um und fand schließlich Musiker, mit denen er seine Band gründen wollte. Wesentlich für ihn: die Harmonie zwischen den Mitgliedern muss stimmen. »Dann ist es auch nicht so wichtig, ob jemand perfekt spielen kann«, so Blume. Ganz einfach war es dennoch nicht: »Ein paar Leute musste ich regelrecht überreden mitzumachen, denn einige kommen aus ganz anderen musikalischen Stilrichtungen und wussten nicht, ob sie bleiben  wollen«. Und trotzdem: An der ursprünglichen Formation bei ihrem ersten Auftritt 2010 hat sich nur wenig geändert. Doch die Songs von Michael Holm und anderen Sängern einfach zu covern kam nicht infrage: »Wir wollten die Musik schneller, basslastiger und fetziger spielen«, sagt Blume. Damit begründeten sie ihren Schlagerrock mit eigenem Stil. Dieser spiegelt sich auch in den Bühnenoutfits wieder. Blumes Lieblingsanzug stammte original aus den 70er Jahren. Gefunden hat er ihn über das Internet: »Ich ärgere mich heute noch, dass ich damals nicht gleich alle vier Anzüge, sondern nur einen gekauft habe«. Doch nach 1,5 Jahren war der Anzug hinüber. Abhilfe schaffte ein Bochumer Schneider, der laut Blume modisch »in den 70er Jahren stehengeblieben ist«. Der Retro-Look war genau das, was die Band gesucht hatte. Bis heute stammt ein Großteil ihrer Kleidung von dort.  Blumes Lieblingsoutfit ist eine weiße Hanfhose mit schwarzen Hemd.

Schlagerrock für jede Generation

So bunt wie die Kostüme ist auch das Publikum, was die Band anfangs überrascht hat: »Dass unsere Musik nicht nur ältere, sondern auch junge Menschen anspricht, hätten wir damals nicht gedacht«, sagt Blume. Das kurioseste, was ihnen passierte: Ausgerechnet bei Senioren kam  ihre Musik anfangs überhaupt nicht an. »Sie dachten, wir machen typischen Schlager«, erinnert sich Blume. Nachdem sie ein paar Lieder gespielt hatten, hätten die Senioren aber gefallen an den Songs gefunden. Gerd Blume freut sich, dass die Band dem  Image des Schlagers als Seniorenmusik entgegenwirken kann. »Als wir anfangs mit einem entsprechenden Radiosender kooperierten, fragten uns viele, was wir bei so einem `Hausfrauensender` wollten«. Er selbst ist davon überzeugt, dass Menschen die Musik mögen, weil man damit »dem Alltag entfliehen kann«.
Für die Zukunft hofft der Sänger, dass die Band in ihrer jetzigen Formation bestehen bleiben kann: »Einige von uns machen Musik nur in der Freizeit oder haben Familien gegründet. Das ist dann oft schwierig und wir können nicht mehr so viele Konzerte wie früher geben.« Dennoch wird die »Gerd- Blume-Show« in diesem Jahr mehrfach in der Region zu sehen sein.

 

  • Samstag, 11. Januar: Laufeld (Bühnenjubiläum »10 Jahre Die Gerd-Blume-Show«)
  • Samstag, 22. Februar: Lahnstein (SWR-4-Schlagerarty)
  • Samstag, 2. Mai: Hetzerath (Festwiese Erlenbach)
  • Freitag, 4. September:Birkenfeld

weitere Termine geplant.

(red)

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