Klausen: Motorradwallfahrt wird zur Motorradsegnung

Klausen. Aufgrund des Coronavirus wird die diesjährige Motorradsegnung anders: am 26. April gibt es einen Livestream der nicht-öffentlichen Messe aus der Wallfahrtskirche und eine reine Motorradsegnung durch Pater Albert Seul OP im Vorbeifahren.

Traditionell ist am letzten Sonntag im April seit 24 Jahren die Motorradwallfahrt, die jährlich hunderte Biker aus der gesamten Großregion nach Klausen lockt. Dieses Jahr mussten die Organisatoren kreativ werden: Statt dem gemeinsamen Gottesdienst der Biker, gibt es am 26. April um 10.30 Uhr einen Livestream der nicht-öffentlichen Messe aus der Wallfahrtskirche und zwischen 14 und 15.30 Uhr eine reine Motorradsegnung durch Pater Albert Seul OP im Vorbeifahren. Für die Messe wird ein Motorrad in die Kirche gestellt und zwei Motorradfreunde aus Salmtal werden die Lesung und die Fürbitten lesen.

 Unter Auflagen möglich

 „Wir hatten gedanklich die Motorradsegnung schon abgeschrieben, aber durch die vielen positiven Rückmeldungen zu unseren Auto-Andachten haben wir nochmals geprüft, was unter Corona Rahmendaten möglich ist. Eine reine Motorradsegnung im Vorbeifahren wurde uns vom Kreisordnungsamt mit Auflagen genehmigt“, erzählt der ehrenamtliche Veranstaltungskoordinator Tobias Marenberg.

Wichtig sei, dass bei der Motorradsegnung die aktuellen Corona Regeln eingehalten werden. Deshalb findet die Segnung zwischen 14 und 15.30 Uhr statt nur im Vorbeifahren auf der Eberhardstraße vor der Treppe zur Kirche statt. „Wir bitten alle Biker über die Trierer Strasse in die Eberhardstraße einzufahren und mit verschlossenem Helm und ohne anzuhalten langsam an Pater Albert vorbei zu fahren. Parken ist nicht leider nicht erlaubt.“ berichtet Tobias Marenberg die Auflagen. Freiwillige Helfer werden beim Einweisen helfen und darauf achten, dass die Auflagen eingehalten werden.

Eigentlich sollte die Leiendecker Bloas den musikalischen Rahmen setzen. Dies ist leider auch nicht möglich, aber dafür wird unter anderem das Klausener Motorradwallfahrtslied „Dajee, komm‘ fahr mit mir mit“ von der Leiendecker Bloas vom Band gespielt, um auch bei der Segnung an die Zeit vor Corona zu erinnern. „Wir wurden von vielen Bikern angesprochen, ob es nicht doch eine Möglichkeit für eine Segnung gibt. Umso mehr  freue ich mich, dass wir eine Lösung gefunden haben den Segen für die neue Motorradfahrer-Saison zu spenden.“ freut sich Pater Albert auf diese besondere Segnung.

 „Ich finde es toll, dass die Kirche so kreativ ist und ich auch dieses Jahr den Segen mit meinem Motorrad bekomme“, erzählt Motorradfahrer Ralf Fritsche.

(red)

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Landrat Schnur: "Gehe nicht von zweiten Lockdown aus"

Cochem. WochenSpiegel: Am Samstag haben Sie einen Krisenstab einberufen. Welche Maßnahmen wurden konkret getroffen? Manfred Schnur: Nach dem Corona Warn- und Aktionsplan des Landes Rheinland-Pfalz beruft der Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung, Detlef Placzek, eine sogenannte regionale Corona-Task-Force, die aus Vertretern von Ministerien, der ADD, Polizei und der Kreisverwaltung besteht, ein. Die Task-Force gibt Empfehlungen für zu ergreifende Maßnahmen – wie z. B. den Erlass von Allgemeinverfügungen mit Beschränkungen für die Bevölkerung (siehe https://corona.rlp.de/de/aktuelles/corona-warn-und-aktionsplan-rlp/. Die Einberufung des kreisinternen Krisenstabes erfolgte, da abzusehen war, dass der Landkreis in Kürze die Gefahrenstufe orange erreichen wird. Dies diente einer Vorbereitung für das weitere Prozedere. WochenSpiegel: Auf was müssen sich die Cochem-Zeller Bürger einstellen? Manfred Schnur: Auch hier gilt der Corona Warn- und Aktionsplan des Landes Rheinland-Pfalz (siehe https://corona.rlp.de/de/aktuelles/corona-warn-und-aktionsplan-rlp/). Weitere Maßnahmen müssen mit der Task Force erörtert und für eine eventuelle Verfügung verabredet werden. WochenSpiegel: Gehen Sie persönlich davon aus, dass es zu einem zweiten Lockdown kommt? Manfred Schnur: Nein. WochenSpiegel: Eine große Anzahl von Hausärzten haben sich in einem Brief an Sie gewandt und um Hilfe gebeten, da sie Sorge haben, die zu erwartend hohe Anzahl an Testungen nicht mehr leisten zu können. Wie helfen Sie bzw. der Landkreis diesen Ärzten. Manfred Schnur: Nach der Corona-Testverordnung des Bundes obliegt den Hausärzten die Testung aller symptomatischen Fälle. Die Hausärzte haben sich nicht in Form eines Briefes an mich gewandt. Ich wurde von einem niedergelassenen Arzt um ein Gespräch gebeten, um die Situation der Testungen zu besprechen. Ich habe über diesen niedergelassenen Arzt allen Ärzten, die in ihrer Praxis nicht testen wollen, ein Gespräch angeboten, um meine Unterstützung anzubieten. Diese Einladung haben am 02.10.2020 drei Ärzte angenommen. Das Unterstützungsangebot wurde an alle niedergelassenen Hausärzte durch die Ärzte, die am Gesprächstermin teilgenommen haben, weitergeleitet. Ich habe um eine entsprechende Rückmeldung gebeten, ob von den Ärzten gemeinsam ein Raum außerhalb ihrer Praxis für die Testung von symptomatischen Patienten gewünscht wird. Insbesondere wurde zugesagt, Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen und die Ärzte organisatorisch zu unterstützen. Bis heute ist leider keine Rückmeldung eingegangen. Es ist nun mal Aufgabe der niedergelassenen Ärzte, diese Testungen durchzuführen. Die Zuständigkeiten sind hier klar geregelt. Viele Ärzte nehmen diese Aufgabe bereits seit geraumer Zeit wahr - aber nach unserer Kenntnis nicht alle. Einige sind auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung genannt, andere testen auch, ohne dass sie dort gelistet sind. WochenSpiegel: Am 2. Juni haben Sie die Corona-Teststation in Cochem geschlossen. Gleichzeitig aber erklärt, Zitat: „Sollte sich die Situation wieder verschärfen – was wir nicht hoffen – steht der Landkreis bereit, um den Betrieb einer Teststation kurzfristig sicherzustellen“. Warum sperren Sie sich bzw. der Landkreis trotz dramatischer Fallzahlen immer noch gegen die Einrichtung einer Teststation? Manfred Schnur: Nachdem die Ärzte uns Mitte April erklärt hatten, die Testungen in ihren Praxen durchführen zu können und auch keine Corona-Ambulanz benötigt werde, wurde die Teststation geschlossen. Es ist zu unterscheiden zwischen Personen mit und ohne Symptome. Für die Testungen von Personen mit Symptomen sind die niedergelassenen Ärzte zuständig, für die Testung von Personen ohne Symptome – z. B. Kontaktpersonen und Einrichtungen, Altenpflegeheimen - das Gesundheitsamt. So wurden durch das Gesundheitsamt bislang 573 Testungen in separat dafür vorgesehenen Räumen der Kreisverwaltung vorgenommen, davon alleine 31 am gestrigen Sonntag. Hinzu kommen die Abstriche der mobilen Teams des Gesundheitsamtes in Schulen, Kitas und Altenpflegeheimen. Daraus kann man erkennen, dass wir die uns obliegenden Aufgaben während des gesamten Zeitraums wahrgenommen haben. Darüber hinaus haben wir den niedergelassenen Ärzten unsere Bereitschaft angeboten, sie bei Einrichtung und Betrieb von Räumlichkeiten zu unterstützen und warten auf Rückmeldung, ob das Angebot angenommen wird. Die Fragen stellte Mario Zender. WochenSpiegel: Am Samstag haben Sie einen Krisenstab einberufen. Welche Maßnahmen wurden konkret getroffen? Manfred Schnur: Nach dem Corona Warn- und Aktionsplan des Landes Rheinland-Pfalz beruft der Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und…

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