Eifelkreis sucht medizinisches Personal

Kreis Bitburg / Prüm. Aufgrund der täglich steigenden Fallzahlen ist absehbar, dass Krankenhäuser, Pflegeheime und -dienste über einen gewissen Zeitraum noch größere Leistungen für die Bevölkerung als bisher erbringen müssen. Der Eifelkreis folgt daher den Empfehlungen des Robert Koch-Institutes (RKI) zur vorübergehenden personellen Kapazitätssteigerung im Gesundheitswesen.

Landrat Joachim Streit wendet sich mit einem Aufruf an fachkundige Menschen im Eifelkreis: "Wir möchten uns jetzt für den Tag vorbereiten, bei dem die Zahl an medizinischen Kräften möglicherweise nicht mehr ausreicht. Jeder, der über pflegerische oder medizinische Kenntnisse verfügt und diese zur Entlastung im Ernstfall einbringen kann, soll sich bitte bei uns melden. Dies können Pflege- und Fachkräfte sein, die sich in einer anderweitigen Beschäftigung oder frei auf dem Arbeitsmarkt befinden oder auch Ärzte in der freien Wirtschaft, Ärzte im Ruhestand, Betriebsärzte oder Medizinstudenten. Auch Quereinsteiger können ihre Unterstützung vielfältig einbringen. Um für mögliche Versorgungsengpässe gut aufgestellt zu sein, suchen wir gezielt personelle Hilfe für unsere Alten- und Pflegeheime sowie die Pflegedienste im Eifelkreis und die Krankenhäuser."

Die Kreisverwaltung Bitburg-Prüm hat ein Melderegister erstellt, in das sich Helferinnen und Helfer eintragen können. Unter der Adresse bitburg-pruem.de/link/melderegister können neben den persönlichen Daten die möglichen Arbeitszeiträume eingetragen und Angaben zu Ausbildungshintergrund und Praxiserfahrungen gemacht werden. Viele Informationen zur aktuellen Situation im Eifelkreis werden in einem gesonderten "Corona-Portal" auf der Internetseite www.bitburg-pruem.de veröffentlicht.

Foto: Archiv

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Corona-Ausbruch in "Ebernach": Zwei weitere Tote

Cochem. Der gravierende Ausbruch des Corona-Virus im Behindertenheim »Kloster Ebernach« (wir berichteten) verschlimmert sich weiter. Nach Informationen des Cochemer WochenSpiegel sind mittlerweile 19 Bewohner und schon 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Am Wochende starben zwei weitere Bewohner. Damit sind insgesamt vier Bewohner des Behindertenheims an Corona gestorben.  Dabei waren die Verantwortlichen der Behinderteneinrichtung vor rund einer Woche noch optimistisch und hatten in einem Interview mit dem WochenSpiegel davon gesprochen, dass es »zu einer Eindämmung des Ausbruchs gekommen« sei. Damals waren lediglich vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Mittlerweile (Stand Montag) bestätigt die Kreisverwaltung bereits 16 betroffene Fälle beim Personal der Behinderteneinrichtung.  Neben dem Kloster Ebernach sind noch weitere Einrichtungen im Kreis Cochem-Zell vom Coronavirus betroffen. Nach Auskunft der Kreisverwaltung Cochem-Zell zählen dazu das Seniorenzentrum Seeblick Ulmen (drei Bewohner/innen), das Seniorendomizil Eifel Düngenheim (vier Bewohner/innen und drei Mitarbeiter/innen), St. Martin, Düngenheim (ein Bewohner/in) die Kita »Arche Noah« Düngenheim (ein Kind) sowie die Kita in Blankenrath (ein Erzieher/in). Seit Ausbruch des Coroavirus haben sich im Kreis Cochem-Zell 1195 Menschen infiziert. 20 davon starben an dem aggressiven Virus. Unterdessen läuft die Impfung weiter. Bis zum Montag waren 1502 Cochem-Zeller gegen das Virus geimpft. Der gravierende Ausbruch des Corona-Virus im Behindertenheim »Kloster Ebernach« (wir berichteten) verschlimmert sich weiter. Nach Informationen des Cochemer WochenSpiegel sind mittlerweile 19 Bewohner und schon 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter…

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