Kirche in Bickendorf wird saniert

Bickendorf. Die Pfarrkirche St. Martin in Bickendorf, erbaut 1897/97 im gotischen Stil des späten 13. Jahrhunderts, muss grundlegend saniert werden.

Kirchturm, Dachstuhl, Kirchenschiff und auch Teile der Außenfassade sind in die Jahre gekommen. Das Gotteshaus musste gesperrt werden. Während einer Gemeindeversammlung stellten Architekt Joachim Schneider, Pfarrer Berthold Fochs und Rendantin Simone Dederichs die geplanten Sanierungsmaßnahmen und die damit verbundenen Kosten vor. "Es besteht dringender Handlungsbedarf", brachte es Architekt Joachim Schneider auf den Punkt. Die aus rotem Sandstein errichtete Kirche sei solide gebaut und auch baulich in einem relativ guten Zustand, aber es seien Sanierungsarbeiten erforderlich. Tragende Bauteile und die Dachdeckung am Kirchturm sind beschädigt, die Balkenkonstruktion am Dachstuhl des Kirchenschiffes haben teils keine ausreichende Tragfähigkeit und auch im Inneren des Kirchengebäudes gibt es viele Schäden, wie Risse in den Gewölbesegeln und in den Außenwänden sowie Putzablösungen.

Die gesamte Sanierung wird sich laut Architekt Schneider auf etwa 800.000 Euro belaufen. Simone Dederichs von der Rendantur aus Prüm versprach einen Zuschuss von 60 Prozent seitens des Bistums und stellte eine weitere Förderung von 20 Prozent in Aussicht. Letztendlich, so Pfarrer Berthold Fochs, verbleiben für die Kirchengemeinde etwa 100.000 Euro. Derzeit werde auch geprüft, die Sanierung in Teilabschnitten durchzuführen. So sollen im kommenden Jahr zahlreiche Aktionen für die Kirchensanierung auf die Beine gestellt werden. Ebenso soll, so die Anregung von Pfarrer Fochs, ein runder Tisch mit Vertretern der Kirche, Vereinen und Gemeinde ins Leben gerufen werden. "Wir werden das in einem so rührigen Dorf wie Bickendorf schaffen", so Fochs. Auch 2019 bleibt die Kirche weiterhin für Gottesdienste verschlossen.

Spendenkonto für die Sanierung: Kreissparkasse Bitburg-Prüm, Kirchengemeinde Bickendorf, IBAN: DE 63 5865 0030 1071 1288 29

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