Viele Polizeinsätze in Schönecken

Schönecken. Nach dem Karnevalsumzug in Schönecken am Samstag, 15. Februar, musste die Polizei bei mehreren Einsätzen für Ordnung sorgen.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung musste ein 17-jähriger Besucher des Umzugs seinen etwas zu scharf aufmunitionierten Gürtel (foto) im Rahmen der durchgeführten Jugendschutzkontrollen an die Polizei abtreten. Die durfte jedoch nur insofern die Lage entschärfen, dass sie den Gürtel in Verwahrung nahm, bis die Erziehungsberechtigten diesen bei der Polizei abholen.

Gegen 18.30 Uhr kam es auf dem Parkplatz der Seniorenresidenz zu einer Schlägerei. Hierbei wurde ein 36-Jähriger mit einem Schlag ins Gesicht zu Boden gebracht, wo er mit dem Hinterkopf aufschlug. Der vor Ort anwesende Rettungsdienst versorgte die Platzwunde am Hinterkopf. Der Schläger entfernte sich unerkannt fußläufig in Richtung Dingdorf. Hierzu werden noch Zeugen gesucht, die Angaben zum Schläger machen können.

Gegen 19.15 Uhr wurde eine Fußstreife von einem betrunkenen 16-Jährigen angesprochen. Er sei auf dem Heimweg grundlos in der Sparkassenfiliale von einem ebenfalls betrunkenen 19-Jährigen geschlagen worden. Der Beschuldigte sah das anders und gab an, grundlos von dem 16-Jährigen geschlagen worden zu sein. Warum der Heimweg den 16-Jährigen in die Sparkassenfiliale geführt hat und ob möglicherweise der zu hohe Alkoholkonsum der wahre Grund für die Auseinandersetzung war, muss noch ermittelt werden. Sichtbar verletzt war keiner.

Gegen 19.30 Uhr stieß ein 26-Jähriger mit über zwei Promille bei der After-Zug-Party einem 33-Jährigen die Brille von der Nase. Als dieser sich darüber beschwerte, versetzte ihm der 26-Jährige eine Kopfnuss. Obwohl der 26-Jährige nun sowohl vom Sicherheitsdienst, als auch von der Polizei dazu ermahnt wurde sich zu benehmen, hatte er sich auch weiterhin nicht im Griff. Um den übrigen Gästen auch weiterhin unbeschwerte Partylaune zu gewähren, wurde er kurze Zeit später in Gewahrsam genommen. In der Nacht wurde er von seiner Mutter bei der Polizei abgeholt wurde.

Gegen 20 Uhr wurde einer Fußstreife eine Schlägerei in der Teichstraße gemeldet. Vermutlich durch die Präsenz der Polizei vor Ort überlegte es sich der Störenfried jedoch anders und suchte das Weite. Der 19-Jährige ist der Polizei jedoch bereits gut bekannt und wird sich zu verantworten haben.

Während der ganze Ort in Feierlaune war, versuchten Unbekannte zwischen 16 und 20 Uhr, in ein Haus in der Lindenstraße einzubrechen. Die Täter montierten den Türgriff ab und versuchten die Tür einzutreten, es gelang ihnen aber nicht ins Haus zu kommen.

Ein 26-Jähriger, der zuvor bereits dem Sicherheitsdienst aufgefallen war, weil er ständig an der Damentoilette weibliche Kontakte knüpfen wollte, biss einen 22-Jährigen in den Bauch, weil dieser ihn aufforderte, seine Schwester in Ruhe zu lassen. Der 26-Jährige wurde nicht nur zur Ausnüchterung festgenommen, sondern er wurde auch gleich erkennungsdienstlich behandelt, um ihn in Zukunft davon abzuhalten, Frauen zu belästigen.

Gegen Mitternacht war eine 18-Jährige in eine Schlägerei mit drei jungen Männern verwickelt. Während sich die Dame zunächst als Opfer präsentierte, verdichteten sich mit zunehmen die Hinweise darauf, dass sie und ihr 25-Jähriger Verlobter nicht unerheblich daran mitwirkten, einen 19-Jährigen krankenhausreif zu schlagen. Beim vierten Beteiligten, einem ebenfalls 19-Jährigen, fand die Polizei bei einer Durchsuchung am Folgentag zahlreiche Mobiltelefone. Zwei dieser Telefone will der 19-Jährigen in Schönecken "gefunden" haben.

Obwohl die Polizei immer wieder Alkoholkontrollen an Fastnacht ankündigt, gab es auch in Schönecken Unbelehrbare, die sich alkoholisiert ans Steuer setzten. In der Teichstraße torkelte ein 21-Jähriger um 00.20 Uhr zu seinem Auto und konnte von der Polizei vom Fahren abgehalten werden. Einer Streife der Bundespolizei fiel zeitgleich ein weiterer 21-Jähriger im Prüm am Sonnenberg auf, der den Heimweg aus Schönecken mit dem Pkw angetreten hatte, obwohl er absolut fahruntüchtig war. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und der Führerschein wurde sichergestellt.

Für den letzten Einsatz in Schönecken sorgte dann gegen 04.30 Uhr ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Er fand sein Auto nicht mehr und hegte den Verdacht, es müsse ihm gestohlen worden sein. Dabei hatte er lediglich den bei Tageslicht ausgewählten Parkplatz in der Dunkelheit nicht mehr gefunden. Auch dieses Problem löste die Polizei.

Foto: Polizei

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.