Coronatests in Mennoniten-Gemeinde: 25 sind positiv

Krisenstab hebt allgemeine Quarantäne-Verordnung auf

Kreis Euskirchen. Aufatmen im Kreis Euskirchen. Die noch ausstehenden Ergebnisse der Covid-19-Tests bei Mitgliedern der Euskirchener Mennoniten-Brüdergemeinde liegen vor. Von den 222 Corona-Tests, die am Donnerstag durchgeführt wurden, sind nur elf positiv. Insgesamt wurden an beiden Tagen also 25 Personen positiv gestestet.

Insgesamt sind an beiden Tagen 870 Menschen auf das Virus getestet worden, von denen 845 negativ sind. „Das ist ein höchst erfreuliches Ergebnis“, kommentierte Landrat Günter Rosenke in einer ersten Stellungnahme. „Damit sind wir weit weg von möglichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens.“ Der maßgebliche Faktor – die Sieben-Tage-Inzidenz – liege aktuell für den Kreis Euskirchen bei 14,0, und damit weit entfernt vom Grenzwert 50. Damit ist die Testung der Gemeinde abgeschlossen.

Ursprünglich hatte die Mennonitengemeinde rund 1000 Testpersonen angekündigt. Einige haben sich zwischenzeitlich über ihren Hausarzt testen lassen, einzelne weitere Mitglieder werden in den nächsten Tagen individuell abgestrichen.

Virus in sieben Familien festgestellt

Das Corona-Virus wurde in insgesamt sieben Familien nachgewiesen, die in Euskirchen und Mechernich wohnen. Betroffen sind Menschen im Alter von 5 bis 82 Jahren. Alle sind symptomfrei. Das Gesundheitsamt des Kreises Euskirchen arbeitet aktuell mit Hochdruck an der Ermittlung der Kontaktpersonen, um auf diesem Weg die Infektionsketten zu unterbrechen.

Krisenstab hebt Allgemeinverfügung gegen Gemeinde auf

Aufgrund der geringen Zahl von positiv Getesteten innerhalb der Mennoniten Brüdergemeinde hat der Krisenstab entschieden, die Allgemeinverfügung mit sofortiger Wirkung aufzuheben. Damit stehen die Mennoniten nicht mehr unter Quarantäne. Ausgenommen sind selbstverständlich die positiv auf das Virus getesteten Gemeindemitglieder und deren Kontaktpersonen. „Aufgrund der geringen Zahl der Corona-Fälle sind wir davon überzeugt, dass von den Gemeindeaktivitäten kein besonderes Risiko ausgeht“, so Christian Ramolla, der Leiter des Gesundheitsamtes. Darüber hinaus ist es sehr wahrscheinlich, dass der Gottesdienst nicht zu einer Verbreitung des Virus geführt worden.

In Abstimmung mit der Stadt Euskirchen dürfen die Mennoniten ab Mittwoch unter strikter Einhaltung der Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln der Coronaschutzverordnung dann auch wieder Gottesdienste feiern und ihre Schule nutzen. Landrat Rosenke hat unmittelbar nach der Sitzung des Krisenstabes über Staatssekretär Dr. Heller NRW-Gesundheitsminister Laumann, Regierungspräsidentin Gisela Walsken und natürlich auch die Mennoniten über den aktuellen Sachstand informiert.

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