"Das Angebot wird positiv angenommen"

Jobcenter EU-Aktiv setzt auf neues Online-Portal

Kreis Euskirchen. Mit einem neuen Online-Angebot geht das Jobcenter EU-Aktiv einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung.

»Wenn man heute nach Trends fragt, so ist einer davon immer die Digitalisierung«, erklärt Rainer Imkamp, der Vorsitzende der Geschäftsführung er Agentur für Arbeit Brühl, während der Vorstellung des Online-Angebots »jobcenter.digital«. Manfred Poth, der Allgemeine Vertreter des Landrates fügt hinzu: »Ich glaube an der Digitalisierung kommt heute niemand mehr vorbei. Es ist immer eine spannende Angelegenheit und es hilft den Mitarbeitern«.
Auch Astrid Hahn, die Geschäftsführerin des Jobcenters EU-Aktiv ist vom Nutzen des Portals, das bereits seit Mai 2019 im Einsatz ist, überzeugt. »Der neue Online-Kanal ist ein wichtiger Schritt, denn er erleichtert Kunden, uns relevante Informationen zeit- und ortsunabhängig zukommen zu lassen«, so Hahn. »Das Online-Angebot ist eine Ergänzung zu den bestehenden, analogen Zugangswegen. Es ersetzt nicht den persönlichen Kontakt im Beratungsgespräch oder per Telefon«, betont Hahn. So müssen beispielsweise Erstanträge immer noch persönlich abgegeben werden.
Für  Jobcenter Mitarbeiterin Nadine Müller gehören Beratungsgespräche zum Alltagsgeschäft. Als Fachkraft in der Eingangszone der Geschäftsstelle hilft sie den Jobcenter-Kunden bei den unterschiedlichsten Anliegen. »Das Angebot, online Weiterbewilligungsanträge oder Veränderungsmitteilungen einzureichen, wird positiv angenommen«, erzählt die 36-Jährige, die während ihrer Beratung die Zugangsvoraussetzungen schafft und die erforderliche Kennung für die Anmeldung bei www.jobcenter.digital aushändigt. »Besonders Familien haben großes Interesse unabhängig von Öffnungszeiten und ohne Anfahrtswege ihre Anliegen erledigen zu können«, berichtet Müller.

Schritt für Schritt zum Antrag

Auch für Daniela Kilches, stellvertretende Teamleiterin im Bereich der Leistungssachbearbeitung im Jobcenter ist das Online-Angebot ein Gewinn für die tägliche Arbeit. »Die Kunden werden Schritt für Schritt durch die Antragsstellung geleitet. Fehlt einen Angabe, wird der Nutzer darauf hingewiesen«. Unvollständige Formulare können auf diese Weise nicht auf den Weg gebracht werden. Auch das mühsame Entziffern manch unleserlicher Handschrift entfällt für Kilches. »Dadurch haben wir viel weniger Rückfragen an die Antragssteller«, sagt die 40-Jährige. Die Zeitersparnis kommt den Kunden zugute.
»Gerade in einem Flächenlandkreis wie unserem müssen die Unterlagen nicht mehr mit großem Zeitaufwand von A nach B gebracht werden. Uns geht es nicht darum, die Beratung zu ersetzen, sondern die Administration zu optimieren«, sagt Astrid Hahn.

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