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Kampfansage gegen Grippe

Kreis startet Influenza-Impfkampagne

Kreis Euskirchen. Die Grippewelle hat 2017/2018 mehr Menschen erwischt als jemals zuvor: 801 Kranke wurden registriert - 18 starben. »Jetzt ist der richtige Impfzeitpunkt!«, rät Dr. Bernhard Ziemer vom Gesundheitsamt.

Im NRW-weiten Ranking liegt der Kreis Euskirchen mit dieser enorm hohen Zahl an Grippeviruserkrankten auf Platz 8 aller 53 Kreise und Städte. »Wir wurden von der Situation regelrecht überrannt. In den vergangenen Jahren waren es durchschnittlich 38 Erkrankte«, erzählt Amtsarzt Dr. Christian Ramolla. Deshalb hat der Kreis Euskirchen nun eine Impfkampagne ins Leben gerufen. »In der kommenden Saison, die von Oktober bis Ostern nächstes Jahr anhält, wollen wir nicht wieder so schlecht abschneiden«, erläutert der Landrat des Kreises Euskirchen Günter Rosenke. Damit auch er vor den aggressiven Viren gefeit ist, ging er bei der Vorstellung des Präventionsprojektes mit gutem Beispiel voran und ließ sich kurzerhand selbst impfen.

Welche Personen haben ein erhöhtes Risiko an Influenza zu erkranken?

»Ich gehöre schließlich mit meinen bald 68 Jahren auch zu einer Risikogruppe, nämlich der der älteren Menschen«, so Rosenke. Und wenn es einen erwischt hat, nützt schließlich auch das Impfen nichts mehr. »Wer sich jetzt impfen lässt, ist vor allem in der Hochsaison der Grippe, nämlich um die Karnevalszeit, geschützt«, erklärt Dr. Bernhard Ziemer, Leiter des Gesundheitsamtes im Kreis Euskirchen. Denn natürlich können nicht nur ältere Menschen schnell erkranken. Auch Schwangere und chronisch Kranke werden von der Influenza besonders schnell heimgesucht. »Es sollte sich aber auch jeder impfen lassen, der besonders gefährdete Personen um sich hat«, ergänzt Amtsarzt Christian Ramolla. Ein ausdrückliches Impfverbot gibt es nur für Menschen, die gegen Hühnereiweiß allergisch sind.

Trotz der Aufforderungen, gibt es genügend Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen. »Leider sind auch viele Falschinformationen im Umlauf. Es kann zwar vorkommen, dass man nach einer Impfung leichte Symptome, zum Beispiel Schnupfen bekommt, aber die Influenzaimpfung verursacht keine Abwehrschwäche«, so Ramolla weiter. Sie schütze aber natürlich auch nicht vor einer Erkältung.

Wer es sich nun doch anders überlegt hat oder sowieso vorhatte, sich impfen zu lassen, der kann den Hausarzt oder den Kinderarzt kontaktieren sowie Schwangere den Gynäkologen.

Woran erkenne ich eine Grippe?

Symptome der Grippe:

  • plötzlicher Krankheitsbeginn
  • ausgeprägtes Krankheitsgefühl im ganzen Körper
  • hohes Fieber
  • Schüttelfrost
  • Kopfschmerzen und Müdigkeit
  • Husten Gliederschmerzen
  • Schmerzmittel wirken nicht

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