Der etwas andere Adventskalender

In Blankenheim will man heimische Betriebe unterstützen

Blankenheim. Manchmal sind es die kleineren, eher spontanen Aktionen, mit denen man Aufmerksamkeit erzeugen und ein Zeichen setzen kann. Ein Beispiel dafür ist der limitierte Adventskalender der Gemeinde Blankenheim, mit dem Unternehmen gefördert werden sollen, die durch die Corona-Pandemie stark betroffen sind.

Tatsächlich ist der Blankenheimer Bürgermeisterin Jennifer Meuren die Idee zu diesem »Adventskalender der lokalen Betriebe« eine Woche nach ihrem Amtsantritt gekommen. »Ihr seid aber früh dran«, schildert sie schmunzelnd die ersten, spontanen Reaktionen der angesprochen Betriebe auf ihren Vorschlag. Letztlich konnten aber schnell 24 Unternehmen gewonnen, bei diesem Adventskalender mitzumachen.

90 Betriebe angeschrieben

»Wir haben«, so Linda Heinen, die den Kalender federführend mit ihrem Team in kurzer Zeit umgesetzte, »insgesamt 90 Betriebe im ganzen Gemeindegebiet angeschrieben.« Spontan zurückgemeldet hätten sich rund 12 Interessenten, die übrigen Teilnehmer habe man nach einem Telefonat schnell zum Mitmachen motivieren können. Bleibt die Frage danach, was die Kommune mit dem besonderen Adventskalender bezwecken will und vor allem, wie er funktioniert. »Auch in der Gemeinde Blankenheim sind viele Unternehmen durch die Corona-Pandemie finanziell stark betroffen«, antwortet Jennifer Meuren. Der gesamte touristische Teil liege mit geschlossener Gastronomie, Ferienwohnungen, Pensionen, Campingplätzen oder Hotels brach. Auch der lokale Handel leide stark darunter, dass die Menschen derzeit ihren Einkauf bei den Online-Anbietern und nicht vor Ort erledigten.

Möglichkeit, sich zu präsentieren

»Mit dem Adventskalender«, verrät Linda Heinen, »wollten wir den betroffenen Betrieben eine Möglichkeit geben, sich zu präsentieren und neue Kunden zu gewinnen.« Das Prinzip, nach dem der Adventskalender funktioniert, ist relativ einfach. Hinter jeden Türchen verbirgt sich ein Unternehmen aus dem Gemeindegebiet. Und die halten für diejenigen, die sich den Kalender zum Preis von zehn Euro gesichert haben, eine Überraschung bereit. »Meist«, so Jennifer Meuren, »sind es Rabattaktionen, mit denen man richtig Geld sparen kann. Aber es verstecken sich auch kleine Give-Aways oder Gutscheine hinter den Türchen, die von den beteiligten Unternehmen gestellt werden.« Bei der Gemeinde Blankenheim hofft man, dass die Leute das Einlösen der Kalender-Geschenke in einem dazu nutzen, auch in den betreffenden Geschäften einzukaufen.

Vielfältiger Branchenmix

»Zudem«, so Linda Heinen, »haben die kleinen Betriebe in den Ortschaften so die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen.« Der Branchenmix der Teilnehmer ist vielfältig und reicht von der Gastronomie über Friseure, Kosmetik bis hin zum Einzel- oder Großhandel. Erschienen ist der Kalender, den Judith Maur gestaltet hat, in der limitierten Auflage von 100 Stück. »90 Exemplare sind schon weg«, freuten sich Jennifer Meuren und Linda Heinen. Wer also noch ein Exemplar ergattern möchte, sollte sich in die Tourist-Info sputen, wo der besondere Adventskalender erhältlich ist. Mit dem Verkaufspreis werden die Herstellungskosten finanziert.

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