Hobby: Motorsport - Mit Miss Ford am Nürburgring

Blankenheim. Der Nürburgring ist ein Magnet für Rennsport- und Autofreunde von nah und fern. Zu denen gehört auch Caroline Müller aus Blankenheim, die in diesem Jahr zur Miss Ford gekürt wurde.

Die Geschichte des Nürburgrings beginnt im Jahre 1925. Da erfolgte der erste Spatenstich für die Rennstrecke in der Eifel. 14 Millionen Reichsmark kostete das Projekt, an dem über zwei Jahre bis zu 2.500 Menschen arbeiteten. 28,265 Kilometer ist die Strecke lang, die seitdem den Ruf hat, eine der anspruchsvollsten Strecken weltweit zu sein. Zum Mythos der Strecke gehört es sicher auch, dass der legendäre Silberpfeil bei einem Rennen auf dem Ring seinen ersten Auftritt hatte. Im Jahr 1934 trat Mercedes mit seinem neuen Rennwagen auf dem Nürburgring an - am Abend vor dem Rennen jedoch wurde der Wagen gewogen und man stellte mit Schrecken fest, dass er das neue Gewichtslimit von 750 Kilogramm minimal überschritt. Kurzerhand kratzte das Team den Lack ab und trat am nächsten Morgen mit einem silbernen Wagen an, der das Limit knapp erfüllte: Der Silberpfeil war geboren. Noch heute erinnert ein Modell des Wagens auf dem Kreisverkehr in Adenau am Nürburgring an den legendären Rennwagen.


Die legendäre Grüne Hölle
Der britische Rennfahrer Jackie Stewart gab der Rennstrecke schließlich ihren bis heute bekannten Spitznamen: Grüne Hölle. Bis 1976 war die Formel 1 auf der Nordschleife unterwegs - der Unfall von Niki Lauda besiegelte das Schicksal der „Grünen Hölle“ als Formel-1-Strecke.
Bis heute jedoch ist die längste, permanente Strecke der Welt ein Anziehungspunkt für Autofreunde aus der Region, aber auch aus dem Ausland.
Regelmäßig können Touristen mit ihren eigenen Fahrzeugen über die Nordschleife fahren - ein Angebot das rege genutzt wird. Zu den Rennsport-Fans aus der Region, auf die der Ring große Anziehungskraft ausübt, gehört Caroline Müller aus Blankenheim.
„Meine erste Fahrt auf der Nordschleife war Adrenalin pur“, erzählt Müller. Die junge Frau ist fasziniert vom Rennsport und von der Strecke.
„Ich bin sehr aktiv in den sozialen Medien“, erzählt sie und lacht: „Ich glaube, auf meinem Profil dreht sich alles um den Nürburgring.“ Fast jedes freie Wochenende im Sommer verbringt Caroline Müller an der Rennstrecke. Häufig als Gast, um die vielen Aktionen dort  zu besuchen, mitunter ist sie aber auch aktiv bei verschiedenen Events dabei. So war sie beispielsweise beim 24-Stunden-Rennen als Nummerngirl dabei. Ihre Aufgabe: „Man läuft neben den Autos her und repräsentiert das Team.“ Besonders reizvoll für sie war an diesen Tagen wieder einmal Rennluft in der Boxengasse schnuppern zu dürfen.
Die kennt sie nämlich schon von früher. „Mein Vater ist Auto-Cross gefahren und war Südwest-Deutscher Meister seiner Klasse“, erzählt Müller. Als Elfjährige durfte sie den Vater begleiten, erlebte die Atmosphäre an den Rennwochenenden in Belgien und Luxemburg. „Das Feeling in der Boxengasse hat mich schon immer begeistert“, erzählt die 29-Jährige. Beinahe wäre sie mit 16 schon das erste Mal hinters Steuer gestiegen, denn in diesem Alter dürfte man in der Einstiegsklasse schon mitfahren. „Mein Vater hatte den Wagen schon besorgt, aber dann hat es leider nicht geklappt“, erinnert sich Müller. Mittlerweile hat sie aber schon einmal hinter dem Steuer gesessen und zwar mit ihrem persönlichen Traumwagen: Einem Ford Focus ST, den sie sich vor kurzem kaufen konnte.
Mit ihrem Focus drehte sie ihre erste eigene Runde auf der Nordschleife. „Das war mega“, schwärmt sie. „Meine Hand hat gezittert, als ich das Ticket gelöst habe“, erinnert sie sich. Mittlerweile ist sie zweimal selber über die Nordschleife gefahren.Zugleich nutzt sie den Wagen aber auch als normalen Straßenwagen - auch wenn er längst nicht mehr so aussieht, wie ein typischer Straßenwagen. „Da wird auch noch mehr verändert“, erzählt Müller.


Traum: 24-Stunden-Rennen
Ihr größter Wunsch wäre es, einmal selber bei einem Rennen mitzufahren - ganz besonders beim 24-Stunden-Rennen. Was sie davon abhält ist vor allem eines: Der Wagen. Denn um so ein Rennen mitzufahren, müsste sie ein renntaugliches Fahrzeug haben. „Das Team könnte ich mit Freunden und Familie stellen“, erzählt sie, aber mit ihrem eigenen Wagen kann sie kein 24-Stunden-Runden fahren. Deshalb wird dieser Traum noch eine Weile unerfüllt bleiben. „Rennsport ist ein teures Hobby“, seufzt die junge Frau, die in der Logistik tätig ist. Faktoren sind dabei nicht nur das Auto, sondern auch die Umbauteile und eventuelle Reparaturen, sowie die Fahrten auf der Nordschleife und die Anmeldegebühren für Events.
Als nächste Aktion wird sie mit den anderen Ford Focus Fans in ihrem Bekanntenkreis auf der Nordschleife bei einer Touristenfahrt eine Kolonne fahren.
www.nuerburgring.de

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