Rolf Hartmann: »Maat et joot«

Abschied als Bürgermeister der Gemeinde Blankenheim

Blankenheim. »Alles, was zu Ende ist, kann auch Anfang sein« - mit dieser Zeile aus dem Lied »Was bleibt« von den Puhdys verabschiedet sich Rolf Hartmann.

 »Ab dem 1. November stehe ich dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung«, schmunzelt der Mann, der 16 Jahre hindurch die Geschicke der Gemeinde Blankenheim geleitet hat. Für Hartmann war die Zeit keine »One-man-Show«, sondern ein Werk von vielen. Er nennt das Team aus der Gemeindeverwaltung, viele Ehrenamtliche, aber auch »Ratsmitglieder mit Blick für die Zukunft«. Denn Rolf Hartmann und der Rat der Gemeinde Blankenheim waren nicht immer auf gleicher Wellenlänge. »Meine Zustimmungswerte im Rat waren duchaus überschaubar, aber meistens ging es um die Sache.«

2015 war ein Schicksalsjahr

2004 gewann Rolf Hartmann zum ersten Mal die Bürgermeisterwahl. 2009 bestätigten ihn die Bürger als ersten parteilosen Bürgermeister der Gemeinde gegen drei Mitbewerber mit dem Traumwert von 80,8 Prozent. »2015 wurde mein Schicksalsjahr«, sagt Rolf Hartmann. Er war wegen eines schweren Skiunfalls sechs Monate außer Gefecht, vier Fraktionen nominierten gemeinsam einen Gegenkandidaten. »Da war ich kurz davor, hinzuwerfen«, sagt Hartmann. Doch mit Unterstützung seiner Frau nahm er noch aus der Reha heraus den Wahlkampf auf - mit Erfolg.

Zunächst einmal ist Rolf Hartmann nach der Bürgermeister-Ära Dozent an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Köln. Alles weitere werde sich finden. »Ich bin nicht in der Gemeinde geboren und aufgewachsen, meine Familie hat nie hier gewohnt. Dennoch bin und bleibe ich im Herzen ein Blankenheimer«, verabschiedet sich Rolf Hartmann mit einem »Maat et joot!« ...

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