Marien-Hospital-Stiftung hat Glück im Unglück

Mehrere Einrichtungen erfolgreich evakuiert

Euskirchen. Die Einrichtungen der Stiftung Marien-Hospital Euskirchen wurden teils mit voller Wucht von dem Unwetter vergangener Woche getroffen. Doch die Stiftungsfamilie hatte Glück im Unglück. Denn sämtliche Patienten, Hospizgäste, Bewohner und Rehabilitanden sind wohlauf und konnten in Sicherheit gebracht werden.

Das Marien-Hospital, als größte Einrichtung der Stiftung, ist glimpflich davon gekommen. So war eine Akutversorgung jederzeit gewährleistet. Lediglich das Elektivprogramm, also planbare, nicht dringliche Eingriffe, wurden nach Angaben der Stiftung ausgesetzt. Gleichzeitig konnte das Marien-Hospital Euskirchen weiteren Einrichtungen der Stiftungsfamilie, die es wesentlich härter getroffen hatte, unterstützend zur Seite stehen.

So wurden die Hospizgäste erfolgreich evakuiert und wohlbehalten im Marien-Hospital untergebracht. Die spezielle Pflege war hierdurch jederzeit gesichert, was auch zur großen Erleichterung der Angehörigen beitrug.

Auch die zertifizierte Rehaeinrichtung Klinik St. Martin, die Entwöhnungstherapien für suchtabhängige Frauen und Männer bietet, wurde von dem Unwetter hart getroffen. Insgesamt 27 Rehabilitanden konnten unter erschwerten Bedingungen evakuiert und im Marien-Hospital Euskirchen aufgenommen werden.

Schwer getroffen wurde auch das Theodor Roevenich Haus, eine der beiden Einrichtungen des Seniorenzentrums der Stiftung. Unter- und Erdgeschoss standen unter Wasser. Noch in der Nacht wurden die Bewohner des Erdgeschosses in die obere Etagen evakuiert. Doch nach dem Unwetter fehlten Strom und Wasser, so dass eine adäquate Versorgung nicht mehr gewährleistet werden konnte. Schweren Herzens entschied sich die Leitung die Bewohner zu verlegen. Auch hier konnten einige von ihnen im Marien-Hospital Euskirchen unterkommen. Andere wurden von ihren Familien oder von Pflegeeinrichtungen aus Daun, Köln, Bonn und sogar Düsseldorf aufgenommen. Ein massiver Einschnitt in das Leben der Bewohner und ein Abschied auf Zeit, der auf beiden Seiten zu einigen Tränen führte - trotz der unendlichen Dankbarkeit für die unkomplizierte und hervorragende Unterstützung.

Das Resi Stemmler Haus hingegen, welches Menschen mit Demenz begleitet, musste nicht evakuiert werden. Mithilfe von Notstromaggregaten und dem vorhandenen Frischwasser ist eine professionelle Versorgung weiterhin gewährleistet.

Die Euskirchener MVZ Praxis mit dem Schwerpunkt Allgemeinmedizin ist für unsere Patientinnen und Patienten weiterhin von 8-12 Uhr geöffnet, auch wenn sie telefonisch leider noch nicht zu erreichen ist. Unter anita.bloch-welter@marien-hospital. com ist das Ärzteteam zur Terminvereinbarung zu erreichen.

Die Zülpicher MVZ Praxis für Orthopädie und Chirurgie blieb zwar vom Wasser verschont, hat jedoch mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Hierdurch ist ein Praxisbetrieb vorerst nicht möglich. Wir informieren jedoch zeitnah, sobald die Praxis wieder den regulären Betrieb aufnehmen kann.

Besonders dankbar ist die Stiftungsfamilie für die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Landrat, der Feuerwehr sowie sämtlichen Hilfsorganisationen. Der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft berühren und sind beeindruckend.

Unabhängig der aktuellen Entwicklungen sind alle Arbeitsplätze der Stiftungsfamilie sicher. Denn im Zentrum unserer Arbeit steht das Wohl der uns anvertrauten Menschen. Nach Einschätzungen der Gutachter beginnen wir mit den Renovierungs- und Sanierungsarbeiten. Dann geht es wie gewohnt weiter. Im Sinne der Euskirchener Bürger werden wir das Leistungsspektrum weiter auf- und ausbauen. „So wie bereits seit 1863 - das steckt in unseren Genen!“ sagt Andreas Schultz.

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