SVE liegt gut in der Zeit

Bereits ein Drittel der Haltestellen ist barrierefrei

Euskirchen. Bis 2022 muss der Stadtverkehr Euskirchen alle Bushaltestellen barrierefrei ausbauen. Ein Drittel ist bereits geschafft.

25.000 Euro  kostet die Umrüstung einer alten Bushaltestelle zur neuen, barrierefreien Version. Die Maßnahme beinhaltet, dass der Bürgersteig auf 18 Zentimeter angehoben wird. Wenn der Bus dann beim Haltevorgang abgesenkt wird, kann ein Rollstuhlfahrer ohne fremde Hilfe in den Bus fahren - der Spalt zwischen Bürgersteig und Bus kann von den Reifen problemlos überbrückt werden. Sollte das aus irgendeinem Grund nicht funktionieren, so besteht am Bus auch die Möglichkeit, eine Rampe auszufahren. Ziel ist es allerdings, dass der Einstieg alleine zu bewältigen ist.

Leitstystem für Sehbehinderte

Darüber hinaus wurden die Bushaltestellen mit taktilen Elementen ausgestattet. Damit sind die deutlich fühlbaren Rillen auf dem Boden gemeint, die auch Personen mit eingeschränktem Sehvermögen ermöglichen, mit Hilfe eines Blindenstocks durch die Haltestelle zu navigieren.
Finanziert wird die gesamte Maßnahme vom Nahverkehr Rheinland (NVR), der auch die Zeitvorgabe macht.
Beim Start des Projektes waren es 259 von 383 Haltestellen, die ausgebaut werden mussten. Der erste Abschnitt mit 47 Haltepositionen wurde bereits abgeschlossen. Der zweite Abschnitt mit 55 Positionen läuft aktuell.
»Ungefähr 80 Haltestellen sind fertig«, so Anno Schichler-Koep, Geschäftsführer der SVE. Den Abschluss der Bauarbeiten an der Haltestelle Zuckerfabrik, nahm die SVE zum Anlass, um eine erste Bilanz zu ziehen.
Ein wichtiger Meilenstein, den die SVE schon erledigt hat, ist es in jedem  Außenort von Euskirchen eine barrierefreie Haltestelle zu errichten. Außerdem sind auch die viel befahrenen Linien schon komplett erneuert.
Eine Besonderheit hat es auch mit der Haltestelle Zuckerfabrik auf sich - diese wurde nämlich nicht nur barrierefrei ausgestattet, sie wurde auch umgesetzt. Die beiden Seiten der Haltestelle sind nun näher aneinander und liegen auf den beiden Seiten Bahnlinie - womit auch  die Anbindung an den Zug verbessert wurde.
Auch für Pfeifer & Langen, die den neuen Platz zur Verfügung gestellt haben, bedeutet der neue Standort eine Verbesserung. Wilhelm Oberdieck, Standortleiter der kaufmännischen Abteilung, erläuerte, dass während der Rübenkampagne die alte Haltestelle ein Sicherheitsrisiko darstellte. Durch den neuen Standort wurde dieses Risiko nun eliminiert. Anno Schichler-Koep ist zuversichtlich, dass es der SVE gelingt bis 2022 auch die restlichen 150 Haltestellen auszubauen.

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