»Zuverlässig und sauber«

20 neue RVK-Busse fahren mit Bio-Erdgas

Euskirchen. 20 neue Busse mit klimafreundlichem Bio-Erdgas Antrieb sind künftig im Kreis Euskirchen unterwegs. Betankt werden die RVK-Busse dann an einer eigens dafür konzipierten Bio-Methan-Tankstelle.

»Was hier und heute geschieht, ist ein großer Schritt zu einem klimaschonenden Nahverkehr in unserer Region«, betonte Günter Rosenke, Landrat des Kreises Euskirchen bei der Präsentation der 20 neuen Bio-Erdgasbusse, die künftig für die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) im Kreis Euskirchen unterwegs sein werden. Getestet wurden die Busse mit dem alternativen Antrieb bereits seit 2017.  Seit dem sind drei der Mercedes-Benz Citaro CNG auf der Linie SB 82 als »Nationalpark-Shuttle« unterwegs.


»Die zweijährige Testphase hat gezeigt, dass Bio-Erdgasbusse absolut zuverlässig und sauber unterwegs sind«, sagte RVK-Geschäftsführer Eugen Puderbach. »Die guten Erfahrungen haben den Kreis und uns darin bestärkt, die gesamte Fahrzeugflotte im Kreis bis Ende 2021 auf diesen regionalen Energieträger umzustellen.« Im Zuge dieser Umstellung sollen zusätzlich noch einmal 30 im Jahr 2020 und 2021 weitere 21 Bio-Erdgas-Busse  hinzu kommen.


Auch die neu errichtete Bio-Methan-Tankstelle auf dem Betriebshof der RVK in Euskirchen wurde jetzt in Betrieb genommen. An der nicht öffentlichen Tankstelle können täglich bis zu 40 Busse betankt werden. Ab kommendem Jahr soll das Bio-Methan aus einer Biogas-Anlage in Geich kommen. Bis dahin liefert der Energierversorger  e-regio deutsches Bio-Erdgas an die RVK. »Wir nutzen unsere lokalen Ressourcen, stärken die regionale Wertschöpfung, machen uns unabhängig von fossilen und endlichen Kraftstoffen. Und wir setzen einen Kraftstoff ein, der umweltfreundlich und klimaschonend ist«, so Landrat Günter Rosenke.

Neue Bio-Erdgas-Busse

Rund 300.000 Euro kostet ein Exemplar des Bio-Erdgas-Busses Citaro CNG. »Das sind etwa 10 Prozent mehr als ein vergleichbares Diesel-Model, aber nur die Hälfte einer Variante mit Elektro-Antrieb«, erklärte Hansmartin Rosin, Mercedes-Benz Werksbeauftragter für den ÖPNV.

Die Reichweite mit einer Tankfüllung liegt wie beim Dieselantrieb bei rund 400 Kilometern.

Die Schadstoffemissionen sind im  Vergleich zu  Dieselbussen wesentlich geringer. So werden 56 Prozent weniger Stickstoffmonoxid (NO), 98 Prozent weniger Stickstoffdioxid (NO2), 83 Prozent weniger Stickoxide, 94 Prozent weniger Kohlenmonoxid und bis zu 100 Prozent weniger Feinstaub abgegeben.

Unter anderem sind die Busse mit einem »Toter-Winkel-Assistenten« ausgestattet.

 

 

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