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Gefährlicher Bullterrier biss zu

Verletzungen an der Hand - Halter des Hundes werden gesucht

Blumenthal. Der Schock bei Klaus-Dieter und Jasmin Brauers aus Blumenthal sitzt tief. Sie mussten den Angriff eines Kampfhundes hautnah und schmerzhaft erleben.

»Das war der pure Horror«, sagt Jasmin Brauers. Denn zu der Aufregung kommt die Sorge um die Gesundheit ihres Ehemanns Klaus-Dieter Brauers. Er erlitt starke Bisswunden am Daumen und kleinen Finger der rechten Hand, die täglich im Krankenhaus Schleiden behandelt werden müssen. Es besteht die Gefahr, dass sich Entzündungen bilden, was bislang glücklicherweise ausgeblieben ist.

Auch Benny, der achtjährige Hund des Ehepaars, muss mit Antibiotika behandelt werden. Er trug Bisswunden davon, hatte aber »ein Riesenglück, weil sein Brustgeschirr ihn vor wesentlich Schlimmerem bewahrt hat«, so Klaus-Dieter Brauers.

Benny aus dem Arm gerissen

Was war geschehen? An Palmsonntag, 26. März, nutzte das Ehepaar das schöne Wetter zu einem Spaziergang mit Hund Benny. Man befand sich im Bereich des Kirchenberges und ging auf den Rastplatz zu, den der Wanderclub Hellenthal gestaltet hat, als die Brauers Stimmen vernahmen. »Ich habe meinen Hund angeleint, als plötzlich ein Bullterrier um die leichte Linkskurve kam«, so Jasmin Brauers. Sie nahm ihren Benny vorsichtshalber in den Arm, da der Hund nicht angeleint war und auch nicht auf die Rufe des Besitzers regierte.

"Der tut nichts"

Kurz nachdem dieser mit den Worten: »Der tut nichts!« Entwarnung zu geben versuchte, griff der Bullterrier an. Er riss Benny aus dem Arm von Jasmin Brauers und verbiss sich den kleinen Hund. »Der Bullterrier«, so Klaus-Dieter Brauers, »ließ Benny nicht aus seinem Fang.« Selbst Würgeversuche der Besitzer konnten den Kampfhund nicht beeindrucken. Nach Minuten gelang es, das Brustgeschirr von Benny zu öffnen und ihn so aus den Fängen des Hundes zu befreien.

Blutüberströmt

Das Ehepaar Brauers befürchtete Schlimmes, weil ihr kleiner Hund blutüberströmt war - Blut von Klaus-Dieter Brauers, wie sich später herausstellen sollte. Was die Brauers bis heute empört ist die Tatsache, dass die Halter trotz mehrfacher Nachfrage ihre Adresse nicht herausrücken wollten. Sie gehörten zu einer Gruppe, die aus zwei Paaren, drei Kindern und eines weiteren Bullterriers, der jedoch angeleint war, bestand. Aus dem Wortwechsel innerhalb der Gruppe konnten die Brauers schließen, dass es wohl nicht der erste Zwischenfall mit diesem Bullterrier gewesen ist.

Hinweise erbeten

  • Das Ehepaar hat bei der Polizei in Schleiden Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
  • Wer die Personengruppe mit den beiden Bullterriern am Sonntag, 26. März, im Bereich Hellenthal/Blumenthal gesehen hat oder Angaben zum Vorfall machen kann, soll sich bei der Polizei in Schleiden melden.
  • Es soll verhindert werden, dass andere Menschen und Tiere durch diesen Hund erneut gefährdet werden.

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Kommentar von Sabine Huppertz
Der Bullterier hat nicht das Ehepaar angreifen
wollen. Da der kleine Hund jedoch auf den Arm genommen und auch noch mit dem Bullterrier gerangelt wurde, kam es zu den Bissverletzungen an der Hand. Sowas sollte jedem Hundehalter klar sein.
Aber das muss ja jeder für sich selbst entscheiden, wie weit man geht, seinen Hund schützen zu wollen.
Sehr zu verachten ist jedoch das Verhalten der Halter des Bullterriers. Das ist wirklich das allerletzte, sich aus der Verantwortung stehlen zu wollen. Und was lernen deren Kinder daraus?
Kommentar von Michael König
@Ute Becker: geht's noch?
Seit wann ist es ein Fehlverhalten, seinen Hund auf den Arm zu nehmen?
Ich bin selbst Diensthundführer und verstehe ein klein bißchen was von der Materie.
Bei meinem aktuellen Diensthund weiß ich auch nicht zu 100%, wie er sich in außergewöhnlichen Momenten verhält. Daher leine ich ihn an - Problem gelöst.
Ob jemand jetzt seinen Hund auf dem Boden lässt, auf den Arm nimmt oder im Kinderwagen spazieren fährt, ist scheißegal.
Kommentar von Drei ???
Die Story ist absolut unplausibel und realitätsfern. Wer weiß was da wirklich passiert ist.....z.B. ruft ein Hundebesitzer seinen freilaufenden Hund nicht beim Namen (der hier nicht genannt wird), wenn ein beschriebener Hund sich tatsächlich verbeißt, dann sieht der Photohund etwas anders aus..........
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