Jugendliche sanieren Denkmal

Zur Kirmes in Rescheid soll alles fertig sei

Rescheid. Das Kriegerdenkmal in Rescheid wird aufwändig saniert - von den Jugendlichen des Ortes.

Das Jugendforums ‘72 aus Rescheid macht mal wieder auf sich aufmerksam. Die rund 25 Mitglieder im Alter zwischen 14 und 32 Jahren haben sich ein ganz besonderes Projekt vorgenommen. Bis zur Kirmes, die Mitte Juni gefeiert wird, wollen sie das Kriegerdenkmal saniert haben. »Das haben wir eigentlich schon lange vorgehabt, jetzt sind wir das Vorhaben endlich angegangen«, verrät Kevin Pützer, Schatzmeister des Jugendforums. Das Kriegerdenkmal, das heute an die Gefallenen des zweiten Weltkrieges in der Pfarrei Rescheid erinnert, war ursprünglich einmal der »Christ-Königs-Platz« der Pfarre und wurde laut Pützer in den 30er Jahren errichtet.

Ein Zeichen setzen

Erst nach dem Krieg wurde es zum Denkmal an die Gefallenen des Krieges. »Auf den Tafeln stehen die Namen von 64 Gefallenen, unter ihnen befinden sich auch 12 Ziviltote«, sagt Kevin Pützer, »und keiner der Gefallenen war älter als maximal 53 Jahre.« Mit der Sanierung wollen die Jugendlichen ein Zeichen gegen das Vergessen setzen. Das sei wichtig in einer Zeit, in der rechtes Gedankengut wieder ums sich greife. Man wolle das Denkmal als eine Erinnerung an einen unnützen Krieg pflegen.

Die Pflege macht Mühe

Und diese Pflege macht richtig Mühe. »Je mehr wir angehen, desto mehr Baustellen tun sich auf«, schmunzelt Kevin Pützer. Ursprünglich wollten die Jugendlichen die alte Farbe im Bogen entfernen, weil die abbröckelte. Sie stellten fest, dass dort mehrfach Schicht auf Schicht aufgetragen worden war. »Unter der Farbe zeigte sich auch, das die Steine neu verfugt werden müssen«, so Kevin Pützer. Er bedauert auch, das sich die Farbe nicht mehr vollständig von den Bruchsteinen entfernen lässt. Daher wird man nach der Sanierung den Innenraum in einer Farbe streichen, die den Farbton der Fenstersimse der benachbarten Pfarrkirche aufgreift. Unterstützt werden die Jugendlichen vom Malermeister Christoph Westerburg sowie dem Dachdeckermeister Alfred Reger, der das Gerüst zur Verfügung stellte.

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