Stoffmasken für alle Bürger der Gemeinde Hellenthal

Große Resonanz auf Aufruf von Irene und Rudolf Westerburg

Hellenthal. Fast 100 Helferinnen und Helfer aus der Gemeinde Hellenthal haben in den letzten Tagen ehrenamtlich für die Einwohner Stoffmasken genäht. Die ersten fertigen Masken sind bereits im Hellenthaler Rathaus eingetroffen. Zudem sind viele Bürger dem Aufruf gefolgt, Stoffe zu spenden.

Von Montag bis Mittwoch, 6. bis 8. April, können alle Einwohner der Gemeinde Hellenthal sich die Stoffmasken für ihren Eigenbedarf kostenlos ab 9.30 Uhr am Rathaus in Hellenthal abholen. Am Seiteneingang wurde ein entsprechender „Schalter“ eingerichtet, an dem die Masken für alle in einem Haushalt lebenden Personen zur Verfügung gestellt werden. Bei der Ausgabe ist darauf zu achten, dass die Abstandsregeln eingehalten werden.

Welle der Hilfsbereitschaft

Die Idee zu dieser Aktion stammt von der Irene Westerburg, Ehefrau von Bürgermeister Rudolf Westerburg. Beide haben kurzerhand einen Aufruf über Internet und Facebook gestartet und dabei eine wahre Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Es fanden sich viele, die bereit waren, Stoffmasken zu nähen oder Stoffe zur Verfügung zu stellen. Weitere engagierte Personen helfen bei der logistischen Organisation, indem sie etwa  Fahrdienste übernehmen und die Näherinnen mit Stoffen versorgen bzw. fertig genähte Masken abholen.

Bürgermeister Rudolf Westerburg erläutert das Projekt seiner Ehefrau:

„Seit Tagen wissen wir, dass wir alle durch unser eigenes Verhalten dazu beitragen können, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Viele Fragen zielen immer wieder darauf ab, wie man sich und seine Mitmenschen vor einer Ansteckung schützen kann. Die augenblickliche Kontaktsperre ist eine ganz entscheidende Hilfe, da das Virus im Wesentlichen durch Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen wird. Ein Abstand von rund zwei Metern ist daher möglichst einzuhalten.

Häufiges intensives Händewaschen mit Seife oder wenigstens Handdesinfektionsmittel sind neben der sogenannten Husten-Hygiene die besten Maßnahmen. Damit haben wir aber unsere Mund- und Nasenöffnungen noch nicht vor dem Eindringen von Fremdstoffen geschützt. Hier schützen nur richtige Atemschutzmasken nach gesetzlich vorgegebenen Kriterien. Diese Atemschutzmasken sind derzeit fast überall vergriffen. Gleichzeitig stellt sich aber auch die Frage, was geschieht mit unserem eigenen Sekret (Spucke, Tröpfchen beim Husten und Nießen)?

Auch dies bringen wir durch Sprechen, Husten oder Nießen in die Umwelt und damit eventuell auch auf andere Personen. Eine Lösung können selbst genähte Stoffmasken sein. Diese tragen dazu bei, dass möglichst wenige eigene Tröpfchen und Sekrete in die Umgebung gelangen. Diese bieten zwar keinen direkten Schutz vor Viren. Gleichwohl tragen sie dazu bei, möglichst wenig krankheitserregende Viren in die Umgebung abzugeben. Wenn wir alle diese Masken tragen, etwa beim Einkauf, tragen wir dazu bei, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Aus diesem Grunde wurde von meiner Ehefrau diese Aktion ins Leben gerufen. Dabei möchte ich mich bei allen engagierten Personen, die bereit sind unser Projekt zu unterstützen, recht herzlich bedanken. Bedanken möchten wir uns aber auch bei den Helferinnen und Helfer aus der Verwaltung, die uns bei der Umsetzung des Projekts sehr unterstützen!“

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