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Psychiatrische Tagesklinik geplant

Millionen-Investition in Mechernich vorgesehen

Mechernich. Die Stiftung Marien-Hospital Euskirchen will im Bereich Vierwege in Mechernich eine psychiatrische Tagesklinik errichten. Stiftungs- und Krankenhaus-Geschäftsführer Andreas Schultz sowie Christian Bruhn vom Kölner Architektenbüro Bruhn Knechtges Müller stellten die Pläne im Stadtentwicklungsausschuss vor. Geplant ist eine Tagesklinik mit 20 Plätzen für Erwachsene.

Während das Marien-Hospital in Euskirchen eine Psychiatrie mit Schwerpunkt Psychotherapie mit 110 Betten vorhält, sieht es im südlichen Kreis Euskirchen mau aus. „Wir haben eine Unterversorgung im Südkreis“, berichtet Schultz. Die Stiftung Marien-Hospital habe deshalb von der Bezirksregierung Köln einen Versorgungsauftrag erhalten, der in Mechernich umgesetzt werden soll. Die Notwendigkeit sieht Schultz auf jeden Fall gegeben.

Erkrankung kann jeden treffen

„Immer mehr Menschen aller Altersklassen und aus allen gesellschaftlichen Schichten haben psychischen Unterstützungsbedarf. Eine psychische Erkrankung kann jeden von uns treffen“, fasst er zusammen. Wichtig ist dem Geschäftsführer des Euskirchener Krankenhauses, keine Konkurrenz zum Kreiskrankenhaus, das keine Psychiatrie vorhält, zu schaffen. „Im Gegenteil: Wir planen eine Zusammenarbeit mit den Mechernicher Kollegen bei der somatischen Diagnostik.“ Gemeint sind Untersuchungen mit medizinischen Gerätschaften wie MRT. Behandelt werden sollen in der Klinik Menschen mit unterschiedlichsten psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Burnout, postnatalen Psychosen, Angst-, Zwangs- und Anpassungsstörungen, somatoformen Störungen, geistigen Behinderungen, Abstinenz und beginnender Demenz.

Fünf Millionen sollen investiert werden

Etwa fünf Millionen Euro will die Stiftung investieren, so Schultz. Das Geld stamme zu 100 Prozent aus eigenen Mitteln. Errichtet werden soll die Tagesklinik an der Straße Vierwege auf dem Flurstück „Auf der Wäsche“. Wie Architekt Christian Bruhn ausführte, wird das Grundstück von Süden her erschlossen. Geplant ist derzeit eine breite U-Form. Im Süden soll ein Vorplatz mit Parkmöglichkeiten entstehen. Dort sind auch ein Garten und ein Sportplatz möglich.

„Das Gebäude erhält eine simple Struktur“, meint Bruhn und will das nicht abwertend verstanden haben. Im äußeren Ring der Klinik befinden sich die Therapieräume. Da man sich auch an den topografischen Gegebenheiten mit Gefälle orientieren will, hat das Gebäude im Osten zwei Stockwerke. Dort sollen sich Arztzimmer und Büros befinden. Inmitten des „U’s“ liegt ein erhöhter Terrassenbau. Der Rest der Klinik, also die Bereiche im Norden und Westen, haben dann jeweils nur ein Geschoss. red/pp/Agentur ProfiPress

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Kommentar von Matthias Wulf
Merkwürdig. Abstinente Menschen brauchen eine Behandlung?
U eine Psychose soll in einer Tagesklinik behandelt werden?
Bezieht sich postNATAL nicht auf Neugeborene?
Kommentar von Marie Bischoff
“Menschen mit unterschiedlichsten psychischen Erkrankungen wie ....geistigen Behinderungen, Abstinenz und beginnender Demenz.,“ Ich habe no hnievon einer Krankheit namens “Abstimemz“ gehört ...

Kleidung tauschen statt neu kaufen

Eifel. Bereits zum sechsten Mal fand das halbjährliche Treffen zum Kleidertauschen in Trier statt, das von Fair Change, einer Gruppe von Modedesignstudierenden, organisiert wird. Bei Kaffee und Kuchen auf Spendenbasis konnten die Besucher ihre aussortieren Kleidungsstücke vorbeibringen, die dann auf Kleiderständern und Tischen präsentiert wurden. Kleidung tauschen statt neu kaufen - eine Aktion für mehr Nachhaltigkeit und einen bewussten Umgang mit Kleidungsstücken. Die Gruppenmitglieder freuen sich, dass "eine Alternative zu dem klassischen, meist nicht so nachhaltigen Konsumieren von Kleidung soviel Anklag findet und sich mittlerweile auch außerhalb von studentischen Kreisen etabliert hat." Übrig gebliebene Kleidung, die nicht mitgenommen wurde, wird unter anderem an Obdachlose in Trier verteilt oder kreativ weiterverarbeitet (Upcycling). Eine moralische und regionale Lösung für die "Reste" zu finden, sei nicht immer einfach, sagen die Veranstalter. Kleidercontainer werden beispielsweise abgelehnt, "da dort unbeschädigte Kleidung von externen Unternehmen in wirtschaftsschwache Länder verkauft wird und dort die ansässige Textilindustrie zerstört," so Yelva Janousek von Fair Change. Daher wurden viele Kleidungsstücke, die am Sonntag übrig geblieben sind, im Kleidertauschschrank der Fachhochschule, im Gebäude des Fachbereichs Modedesign am Irminenfreihof, platziert und können jederzeit von Tauschfreudigen begutachtet und bei Gefallen mitgenommen werden. Neue Lösungen und Vorschläge für den Umgang mit der Kleidung werden ebenfalls gerne angenommen. Bereits zum sechsten Mal fand das halbjährliche Treffen zum Kleidertauschen in Trier statt, das von Fair Change, einer Gruppe von Modedesignstudierenden, organisiert wird. Bei Kaffee und Kuchen auf Spendenbasis konnten die Besucher ihre aussortieren…

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Ex-Wehrleiter beantragt Berufung

Bitburg. "Wir werden das Urteil angreifen". Heute ist die Entscheidung gefallen: Manfred Burbach und seine Anwälte der Wittlicher Anwaltskanzlei Dr. Bastgen haben beschlossen, vor dem Oberverwaltungsgericht die Zulassung der Berufung zu beantragen, das teilte Rechtsanwalt Michael Mies dem Wochenspiegel mit. "Wir halten das Urteil für fehlerhaft und im Ergebnis für falsch", begründet Mies. Er bezieht sich auf das Urteil, welches das Verwaltungsgericht in der vergangenen Woche den Kontrahenten im Rechtsstreit von Bitburgs Ex-Wehrleiter gegen Bitburgs Bürgermeister Joachim Kandels zugestellt hatte. Burbach, der von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr nahezu einstimmig wiedergewählt worden war, hatte auf Wiederernennung geklagt, nachdem ihm diese durch den Bürgermeister versagt worden war. Das Gericht hatte Kandels Recht gegeben und war seiner Argumentation gefolgt, Burbach habe die Pflichten eines Ehrenbeamten verletzt. Mies beurteilt diesen Schluss als "kein gutes Signal" für ehrenamtliche Wehrleiter. Er sieht Aussichten auf Erfolg der Berufung, denn "die Bewertungen scheinen uns sehr streng", kommentiert er das Urteil des Trierer Verwaltungsgerichts. "Hier wurde bejaht, dass der Wehrleiter in allen Punkten mit dem Bürgermeister konform gehen muss. Wir sehen aber beim Wehrleiter auch eigene Verantwortung", so Burbachs Anwalt.Er erwartet ein Urteil vor dem Oberverwaltungsgericht im nächsten Frühjahr. Ziel bleibe, "dass Manfred Burbach wieder als Wehrleiter antreten wird". (bil) "Wir werden das Urteil angreifen". Heute ist die Entscheidung gefallen: Manfred Burbach und seine Anwälte der Wittlicher Anwaltskanzlei Dr. Bastgen haben beschlossen, vor dem Oberverwaltungsgericht die Zulassung der Berufung zu beantragen, das teilte…

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