Schweres Unwetter mit enormen Regenmengen

80 Liter auf den Quadratmeter

Pesch. Die Serie der Unwetter über dem Kreis Euskirchen reißt nicht ab. Am Montag, 6. Juni, traf es die Gemeinde Nettersheim und erneut das Stadtgebiet von Mechernich.

Dort hatte nach Auskunft des Kreispressesprechers Wolfgang Andres das heftige Gewitter sein Zentrum. Zwischen Nettersheim und Mechernich fielen innerhalb kürzester Zeit 80 Liter Regen auf den Quadratmeter. Glücklicherweise waren keine Personenschäden zu beklagen. Dafür liefen aber zahlreiche Keller voll, viele Straßen wurden überflutet. Auf der Autobahn A1 stand das Wasser im Bereich Nettersheim zeitweise bis zu 30 Zentimeter hoch. Der Kreisverkehr auf der Landstraße 115 bei Zingsheim glich einer Seenlandschaft und musste vorübergehend gesperrt werden. Laut Andres waren rund 300 Feuerwehrkräfte im Einsatz, dazu kam Unterstützung durch das THW.In Nettersheim und Mechernich waren alle Feuerwehrkräfte ausgerückt, in Mechernich wurden sie durch einen Löschzug aus Zülpich und aus Gemünd unterstützt. 54 Einsätze waren im Raum Mechernich, 23 Einsätze im Raum Nettersheim erforderlich. Besonders hart getroffen wurde Eiserfey, wo die Rettungskräfte anfangs »Land unter« melden. Auch Vussem, Breitenbenden, Weyer und Vollem wurden geflutet. Über Zingsheim und Engelgau gingen ebenfalls massive Regenmengen runter.

Reißende Fluten

In Pesch verwandelte sich das Rinnsal des Quartbaches in einen reißenden Fluss und drohte ein Haus zu fluten. Schafe mussten auf einer Wiese vor dem Ertrinken gerettet werden. In Breitenbenden drohte sich ein Gastank zu lösen, so dass kurzfristig Bewohner in Sicherheit gebracht werden mussten. Der Gastank konnte jedoch gesichert werden, so dass die Bewohner nach kurzer Zeit zurück in ihre Häuser konnten. Die Feuerwehren waren stundenlang mit Pumparbeiten beschäftigt.

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