"Der REWE kommt"

Markt mit "Green Building"-Konzert öffnet 2022

Gemünd. „Der REWE kommt“, konnte Schleidens Bürgermeister Ingo Pfennings mit spürbarer Erleichterung am Hermann-Kattwinkel-Platz in Gemünd vor dem ehemaligen Postgebäude verkünden. Auf diese Botschaft hat man in Gemünd seit 13 Jahren gewartet. Noch am Morgen war das alte Banner, das die Fertigstellung des Marktes für das längst vergangene Jahr 2017 verkündet hatte, entfernt worden. Es wurde durch eine neue Tafel ersetzt. Auf ihr steht, dass der neue, große REWE-Markt im Frühjahr 2022 öffnen wird.

Daran ließ Uwe Hoeveler, REWE West eG Vorstand, beim Ortstermin in Gemünd keinen Zweifel: „Das ist ein siebenstelliger Betrag, der hier geflossen ist. Dann wird auch weiter gearbeitet.“ Man könne es sich nicht erlauben, ein solches Areal unverzinst und ungenutzt liegen zu lassen. „Wir liebäugeln sogar mit Ostern 2022“, möchte Uwe Hoeveler mit Hochdruck den neuen REWE-Markt am Hermann-Kattwinkel-Platz entstehen lassen.

REWE West eG ist der Investor

Das Gebäude werde nach dem „Green Building“-Konzept errichtet und setze damit höchste Ansprüche an nachhaltiges Bauen und das Betreiben des neuen Marktes. Investor ist die REWE West eG mit Sitz in Hürth-Efferen. Das Gebäude passe sich durch die überdurchschnittlich hohe Verarbeitung von Holzelementen optimal in die Umgebung des Nationalparks Eifel ein.

1400 Quadratmeter

Auf rund 1.400 Quadratmetern werde den Kunden künftig ein überdurchschnittlicher Anteil an Frische-Warengruppen sowie breite Sortimente an Bio-Produkten, Convenience-Artikeln, regionalen Produkten und internationalen Spezialitäten geboten. Eine große Bedienabteilung mit Fleisch, Wurst, Käse und Feinkost runde das Angebot ab. Zudem wird es über 60 ebenerdige Parkplätze sowie auch E-Ladestationen geben. Sonn- und Feiertags stehe der Parkplatz dann der Stadt Gemeinde und den Besuchern des Nationalparks Eifel zur Verfügung und trage so zur Entzerrung der Parkplatzsituation im Ort bei.

Ressourcen schonen

Der Prokurist der REWE West eG, Alfred H. Friesdorf, wies daraufhin, dass der neue REWE-Markt nicht exakt so aussehen werden, wie auf der neuen Tafel. Tatsächlich biete er zahlreiche ressourcenschonende Aspekte: Eine energieeffiziente Tageslichtarchitektur, den Einsatz umweltverträglicher und leicht recyclebarer Baustoffe wie Holz sowie Kälte- und Klimaanlagen mit natürlichem Kältemittel. Durch den richtungsweisenden Einsatz modernster Heizungs-, Lüftungs-, Beleuchtungs-, Klima- und Kälteanlagen in Kombination mit bester Dämmung verringere sich der Energieverbrauch des Green Buildings im Vergleich zu einem Standardbau um beinahe 40 Prozent.

Kontakt nie abreißen lassen

Groß war auch die Erleichterung bei der Stadt Schleiden. „Wenn ich die letzten zwei Jahre betrachte“, so Bürgermeister Ingo Pfennings, „dann waren es wohl um die 60 persönlichen Gespräche und viele, viele Telefonate und E-Mails rund um das Thema Vollversorger für Gemünd.“ Tatsächlich hatte man zwischenzeitlich die Option eines neuen Marktes auf dem Eifel-Ardennen-Platz durchgespielt. Außerdem habe man „nie den Kontakt zu REWE abreißen lassen“. Grund für die Hängepartie sei gewesen, dass sowohl die Stadt als auch REWE nie wirklich das Heft des Handelns in der Hand gehabt hätten, da sich das Grundstück im Eigentum Dritter befand. Das sei nun anders, da die REWE West eG nun Grundstückseigentümer geworden sei.

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