Erweiterungsbau der Geriatrischen Rehabilitation eingeweiht

Zülpich. 1.000 Quadratmeter mehr, zusätzliche 18 Einbett- und zwei Zweibettzimmer – die Erweiterung der Brabenderklinik im Geriatrischen Zentrum in Zülpich ist nach 18 Monaten Bauzeit abgeschlossen und wurde eingeweiht.

Damit konnte der Bereich der geriatrischen Rehabilitation auf 62 Betten ausgebaut werden. Hinzu kommen verschiedene Therapieräume, um den Patienten während ihres Aufenthaltes eine optimale Versorgung bieten zu können. »Die Stadt Zülpich ist stolz darauf, was hier entstanden ist«, sagte Bürgermeister Ulf Hürtgen während der Eröffnungsfeier. Ziel sei es, die Patienten so fit zu bekommen, dass sie wieder nach Hause könnten, erklärte Chefarzt Dr. Michael Münchmeyer, dem besonders die ganz alten und gebrechlichen Menschen am Herzen liegen.

Altersdurchschnitt liegt über 80

Der Altersdurchschnitt sei über 80 Jahren, erklärte der Mediziner. Im April 1996 ist Münchmeyer nach Zülpich gekommen und hat das Geriatrische Versorgungssystem federführend konzipiert und aufgebaut. »Als ich angekommen bin, war hier noch das Krankenhaus«, erinnerte er sich. Doch schon 1997 wurden die beiden Abteilungen Orthopädie und Geriatrie in das Krankenhaus nach Mechernich verlegt. Die Bewohner der Römerstadt waren wenig begeistert, sie wollten gerne »Ihr« Krankenhaus im Ort behalten. Wirtschaftlich war dies nicht, doch allen Beteiligten war es wichtig, für eine sinnvolle und nachhaltige Anschlussnutzung zu sorgen. Daraus entstand das Konzept des Geriatrischen Zentrums Zülpich mit den Bereichen Geriatrische Rehabilitation, Kurzzeit- und Dauerpflege mit betreuten Seniorenwohnungen. Im November 1997 erfolgte die Einweihung, 22 Jahre später nun die Erweiterung. 3,5 Millionen Euro wurden investiert – darin enthalten sind der Bau der 22 Zimmer, sowie die Erstellung von 34 Stellplätzen unterhalb des Gebäudes.

Erste Patienten im Juli behandelt

Seit Juli wurden die ersten Patienten im Erweiterungsbau behandelt. »Bis zum Ende des Jahres gehen wir von durchschnittlich 55 Patienten und ab Anfang nächsten Jahres von einer Vollauslastung aus. Durch die Erweiterung werden circa 15 Vollzeitkräfte, dass heißt etwa 20 bis 25 Arbeitsplätze geschaffen. Insgesamt sollen in dieser Einrichtung circa 1.000 Patienten pro Jahr behandelt werden«, erläuterte Geschäftsführer Manfred Herrmann.
Da Dr. Michael Münchmeyer 2020 altersbedingt ausscheiden wird, wurde mit Dr. Carsten Schacher zum 1. Februar bereits ein neuer Chefarzt berufen. »Wichtig ist die Wertschätzung gegenüber den alten Menschen«, meinte Schacher. Waschen, anziehen, essen, trinken – diese eigentlich einfachen Dinge würden in der Zeit der Reha trainiert, erläuterte der Chefarzt.

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