Propaganda in Form von Edelsteinen

Neue Sonderausstellung in den Römerthermen

Zülpich. Die Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur präsentiert ab dem 18. Januar in der neuen Sonderausstellung »Geheimnisse römischer Schmucksteine« Gemmennachschnitte von Gerhard Schmidt.

Schmucksteine – seit Jahrtausenden faszinieren sie die Menschen. Bereits zu Altbabylonischer Zeit, also vor 4.000 Jahren, wurden Edelsteine geschnitten. Aus den wertvollen Steinen wurden Szenen aus der Welt der Götter und Könige gearbeitet.


Im Römischen Reich war die Nachfrage nach Schmucksteinen ungebrochen groß. Vom Siegelring bis zu den, rein der Zierde des menschlichen Körpers dienenden, Schmucksteinen gab es alles. Auf diesen Edelsteinen wurden nicht nur die mannigfachsten Themen dargestellt, auch die Qualität der technischen Bearbeitung war sehr unterschiedlich. Schmucksteine wurden im Römischen Reich jedoch auch zu Propagandazwecken genutzt. Es gibt große Prunkedelsteine, welche die Herrscherfamilien im Kreise von Gottheiten zeigen. Sie sollten den Machtanspruch des Herrscherhauses demonstrieren und festigen. Bis ins Detail ist heute noch nicht bekannt, mit welcher Technik diese großen und extrem seltenen und deshalb auch äußerst wertvollen Edelsteine bearbeitet worden sind.
Gerhard Schmidt aus Idar-Oberstein hat diese kostbare Gattung römischer Hofkunst an den weltweit verteilten Originalen untersucht und als professioneller Gemmenschneider die Fertigungstechnik experimentel erforscht.


Neben originalen römischen Schmucksteinen aus dem privaten Bereich sind Nachschnitte der antiken Prunkkameen zu sehen – ein Überblick, der allein mit Originalen unmöglich wäre. Zu sehen ist die Ausstellung bis 7. Mai in den Römerthermen Zülpich.

Rahmenprogramm zur Ausstellung

2. Februar, 15 Uhr: Führung (kostenlos, nur Eintritt)
13. Februar, 19 Uhr: Kuratorenführung, kostenlos, nur Eintritt.
5. April, 14 bis 15 Uhr: „Zu Gast in der eigenen Heimat“, Workshop: Schmuckanhänger mit Relief, Workshop für die ganze Familie, 5 Euro Person, 15 Uhr Führung.
Führungen durch die Sonderausstellung auf Anfrage: 02252-838060

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