Mayener Wildblumenbeete

Mayen. Blumenwiesen und Wildblumenbeete sehen nicht immer ordentlich aus, sind aber ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz. Hummeln, Honig – und Wildbienen sowie weiteren Insekten fehlt es an Nahrung, denn blühende Wiesen sind Mangelware.

Meist reicht eine Frühjahrsmaht aus, um anschließend die Wildkräuter gedeihen zu lassen. Gute Beispiele für die Herabsetzung der Mähvorgänge sind die sieben Wildblumenbeete im Stadtgebiet von Mayen. Hier haben Wildblumen wie Natternkopf, Schafgarbe, Wiesenstorchenschnabel, Habichtskraut, und Wegewarte ihre volle Blütenpracht entfalten können.

Wie wichtig die heimischen Wildblumen sind, hat sich ganz aktuell auch in den Trockenperioden der letzten Wochen gezeigt. Gräser sind flächenweise staubtrocken verdorrt, aber die Wildblumen zeigen trotz der Dürre weiterhin ihre Blütenpracht und bieten somit eine bunte Nahrungsquelle für Insekten aller Art, so die Stadtverwaltung Mayen. In einigen Staudenbeeten machen sich auch blühende Wildblumen breit, die gar nicht speziell gepflanzt wurden. Dieser Wildbestand, auch Beikraut genannt, passe vielleicht nicht immer in das ordentliche Stadtbild, sei jedoch für die Artenvielfalt von Flora und Fauna von großer Bedeutung. Allerdings finde man in diesem Wildbestand manchmal auch Pflanzen, die im Stadtgebiet nicht erwünscht sind. So wurde zum Beispiel ein Exemplar des Fingerhutes gesichtet; eine Wildblume, die in allen Teile giftig ist. Im öffentlichen Bereich werde anhand einer Pflanzen-Gifttabelle darauf geachtet, dass solche Pflanzen möglichst zeitnah entdeckt und beseitigt werden. Der geplante "Mayener Pflanzenatlas von A bis Z", der sowohl die gepflanzten und gesäten Arten, als auch den Wildbestand in den Beeten erfassen soll, werde, so die Verwaltung, ein breites Wissen rund um die Pflanzenwelt vermitteln und damit auch Aufklärung zu möglichen Gefahren bieten.

Foto: Stadt Mayen

www.mayen.de

 

 

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