Projektorchester Bell-Mendig probt weiter

St.Johann. Was macht ein Orchester in diesen Tagen? Probentermine sind abgesagt, das Probelokal ist geschlossen und wann sich die Musikerinnen und Musiker wieder treffen können steht in denSternen.

Da zeigt es sich, wie wertvoll die gute und fast akribische Vorbereitung der letzten Wochen und Monate durch Albert Justen (MV Bell) und Heinrich Hoffmann (Schützenkapelle Mendig) auf das verschobenen Konzert ist. Denn jedes Orchestermitglied weiß, wo bei den Programmtiteln die Tücken und Feinheiten liegen. So kann jeder seine Stimme vertiefen und seine persönlichen Knackpunkte bearbeiten.

Daneben verkehren die vielen Mitglieder rege innerhalb der sozialen Medien miteinander. Tipps zum Instrument, aufmunternde Ratschläge zum Umgang mit der unfreiwilligen Isolation und Informatives zum Virus schlagen täglich mehrfach auf und halten die Verbindung untereinander aufrecht.

Der Aufforderung des Niedersächsischen Musikverbandes, am vergangenen Sonntag um 18 Uhr vom Balkon, vor der Haustüre oder aus dem Speicherfenster "Die Ode an die Freude" erklingen zu lassen, sind viele der Musikerinnen und Musiker des Projektorchester  gefolgt.

In  vielen Orten der Region, wie Bell, Ober- und Niedermendig, Brohl und St. Johann, konnten die Nachbarn, dankbar für die Abwechslung, das von Ludwig van Beethoven vertonte Werk von Friedrich Schiller genießen. Wenn die Ode auch nur von einem oder zwei Instrumenten vorgetragen wurde, setzten die Musiker damit ein Zeichen gegen die soziale Trennung in Dorf und Stadt.

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