DESIGNETZ: Erkenntnisse für die Energiewelt von morgen

Hunsrück/Nahe. Nach über vier Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte und von E.ON geführte Projekt DESIGNETZ seine Ergebnisse vorgestellt. Der Rhein-Hunsrück-Kreis war als einziger Landkreis assoziierter Partner in DESIGNETZ.

46 Projektpartner haben seit Anfang 2017 in den Modellregionen Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gemeinsam skalierbare Lösungen entwickelt, mit denen ein nachhaltiges, sicheres und zugleich kosteneffizientes Energiesystem realisiert werden kann. Das Projektvolumen beträgt 66 Millionen Euro.

Der Rhein-Hunsrück-Kreis war als einziger Landkreis assoziierter Partner in DESIGNETZ. Dabei wurde auch erfolgreich Know-How aus dem Landkreis im Teilprojekt „Energiewabe Rhein-Hunsrück-Kreis“ eingebracht. „Wir haben unser Ziel erreicht, die Energiewende vor Ort aktiv mitzugestalten“, so Landrat Dr. Bröhr.

Wichtige Erkenntnisse für die Energiewelt von morgen

Die Forschungsergebnisse aus DESIGNETZ liefern auch nach Einschätzung des fördergebenden Bundeswirtschaftsministeriums wichtige Erkenntnisse, wie die Energiewelt von morgen aussehen kann. Sie zeigen, dass die Energiewende in Deutschland technisch realisierbar ist. Kernelement des zukünftigen Energiesystems ist dabei eine intelligente, gut ausgebaute Netzinfrastruktur. Sie bildet das Rückgrat der Energiewende. Darüber hinaus spielen Flexibilitätspotenziale und das Prinzip, Energieerzeugung und -verbrauch nach Möglichkeit zunächst lokal auszugleichen, eine wichtige Rolle.

Besonders erfreulich ist, dass die meisten Komponenten der Energiewabe Rhein-Hunsrück-Kreis nach dem Projektende weiterhin vor Ort zur Optimierung der lokalen Netzbereiche genutzt werden. Der Batterie-Großspeicher verbleibt in Gödenroth und wird auch zukünftig eingesetzt. Hierbei wird Regelenergie bereitgestellt, die einen Ausgleich zwischen Erzeugung und Verbrauch auf Übertragungsnetz-Ebene sicherstellt.

Komponenten der Energiewabe weiter nutzen

Die fünf privat genutzten Batteriespeichersysteme in den Orten Fronhofen, Külz und Neuerkirch verbleiben in den Wohnhäusern. Alle Haushalte haben das Übernahmeangebot von Westenergie angenommen und nutzen die Speicher zur Optimierung des aus Photovoltaik erzeugten Eigenstroms. Ebenso hat die Rhein-Hunsrück Entsorgung das Batteriespeichersystem auf dem Betriebsgelände in Kirchberg übernommen und nutzt dieses zur Optimierung der Eigenstromnutzung aus den Photovoltaikanlagen.

Die Steuerungen der Nachtspeicherheizungen wurden den im Raum Simmern teilnehmenden 10 Testhaushalten unentgeltlich von Westenergie überlassen, um zukünftig die Steuerung der Ladezeiten optimieren zu können. Dies trägt zu konstanten Raumtemperaturen und geringem Energieverbrauch bei. Die meisten Anlagenbestandteile des Smart Operators in Kisselbach waren bereits seit dem Jahr 2013 in Betrieb, haben somit ihre Lebensdauer überschritten und werden zurückgebaut. Einzelne Anlagenkomponenten werden in Folgeprojekten von Westenergie weiterverwendet.

Weitere Informationen, ausführliche Abschlussdokumentationen sowie einen Ergebnisfilm finden Sie unter www.designetz.de

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