GK-Mittelrhein etabliert Findungskommission

Hunsrück/Nahe. Die Gesellschafter des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein haben aktuell eine Findungskommission etabliert. „Gemeinsam kümmern wir uns um eine kurzfristige Interimslösung für die Geschäftsführung, da der Kaufmännische Geschäftsführer Martin Stein das Unternehmen zum 31. Dezember vergangenen Jahres verlassen hat und der Medizinische Geschäftsführer Dr. Moritz Hemicker bis auf Weiteres erkrankt ist“, informierte David Langner in einer Pressekonferenz. Der Koblenzer Oberbürgermeister hat die Leitung der Kommission als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung übernommen.

In den vergangenen Wochen habe sich zwar ein Nachfolger für Martin Stein herauskristallisiert, dieser fand allerdings keine ausreichende Unterstützung in den Gremien. Vor diesem Hintergrund wurde bewusst die Entscheidung getroffen, die Findungskommission zu bilden. „Diese wird dann neben der Interimslösung auch eine langfristige Lösung zur Besetzung der Position von Martin Stein und der ab 1. April vakant werdenden Position von Oliver Zimmer, Geschäftsführender Direktor von Kemperhof und Ev. Stift, finden. In allen drei Findungsprozessen werden Personalagenturen eingeschaltet“, so Langner weiter. „Wir sind uns darüber im Klaren, dass die langfristige Besetzung keine leicht zu treffende Entscheidung ist, aber wir sind auf dem richtigen Weg“, betont der Aufsichtsratsvorsitzende Bernd Vohl.

Die Stabilität im Unternehmen garantiert in dieser Übergangsphase aktuell ein bereits unter Martin Stein etabliertes Führungsteam. „Wir sind von der Leistung des Führungsteams überzeugt und stehen im direkten Austausch mit den sechs Mitgliedern“, erläutert Vohl.

Die Ein-Standort-Lösung ist durch die Vakanz nicht in Gefahr. „Richtig ist, dass mit dem Weggang von Führungspersönlichkeiten erst einmal wichtige Kompetenzen fehlen. Klar ist aber auch, dass in den vergangenen Wochen und Monaten bereits wesentliche strategische Schritte in Hinblick auf die Ein-Standort-Lösung erfolgt sind. Die Etablierung standortübergreifender Kliniken und Einheiten sind dafür nur Beispiele“, berichtet der Aufsichtsvorsitzende. Im Übrigen habe sich an der Tatsache, dass an fünf Standorten rund 4 000 engagierte Mitarbeiter mehr als 180 000 Patienten und Bewohner rund um die Uhr bestmöglich versorgen, nichts geändert. „Wir sind davon überzeugt, dass die Belegschaft das Führungsteam weiterhin bestmöglich unterstützt und gemeinsam mit ihm die notwendige Stabilität und das Vertrauen in eines der zehn größten Unternehmen im Land erhält.“

Die Gesellschafter des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein sind die Stiftung Ev. Stift St. Martin, die Stadt Koblenz, der Landkreis Mayen-Koblenz, die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist Boppard, die Stiftung Seniorenhaus zum Heiligen Geist Boppard und die Diakoniegemeinschaft Paulinenstift Wiesbaden.

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