1 Kommentar

Moschee-Bau: DITIB Gemeinde reicht Bauantrag ein

Bad Kreuznach Stadt. Die DITIB Türkisch Islamische Gemeinde Bad Kreuznach hat heute den Bauantrag für die Errichtung einer neuen Moschee in Bad Kreuznach beim Stadtbauamt eingereicht. Dies teilte der Vorstandsvorsitzende Cihan Sen mit. Der Moschee-Neubau soll auf einem Areal im Gewerbegebiet Grenzgraben erfolgen. In der Sitzung des Stadtrates am morgigen Donnerstag steht ein Antrag zur Diskussion, im besagten Gebiet nur noch gewerbliche Bauten zuzulassen. Bislang sind dort auch neue Gebäude für eine religiöse Nutzung baurechtlich zugelassen.

"Wir freuen uns, dass der Bau unserer Moschee nun in eine konkrete Phase eingetreten ist. Die neue Moschee wird neben Gebetsräumen eine Cafeteria, Versammlungs- und Unterrichtsräume sowie ausreichend Parkplätze für BesucherInnen enthalten", so Sen.

Wie der Vorstandsvorsitzende betonte, wird die zur DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V.) gehörende Türkisch Islamische Gemeinde Bad Kreuznach die "bereits existierende partnerschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Religionsgemeinschaften, Vereinen und mit der Politik weiter ausbauen. "Mit den neuen Räumlichkeiten ergeben sich für uns als Gemeinde weitaus mehr Möglichkeiten und wir können unsere Tourismusstadt Bad Kreuznach mit dieser modernen Moschee für Gäste bereichern. Die werden sich viel wohler fühlen, als in der Mühlenstraße. Und das Parkplatzproblem wird Geschichte sein. Zudem können Muslimas und Muslime die Ausübung ihrer Religion in einem angemessenen Gebäude nachgehen", so Sen.

Moscheee-Neubau im Gewerbegebiet in Bad Kreuznach

Für Anfang März will die Gemeinde alle Stadtratsmitglieder zu einem Informationsgespräch einladen und über die Details des Projektes informieren. Gebaut werden soll die neue Moschee auf einem Areal im Gewerbegebiet Grenzgraben unterhalb des Gartencenters Bellandris Rehner an der Bundesstraße 428. Das Gelände hatte die DITIB Köln für die Türkisch Islamischen Gemeinde Bad Kreuznach bereits vor einigen Jahren gekauft. Letztere hatte von der Stadt auch einen positiven Bauvorbescheid für die Errichtung einer Moschee erhalten. Dieser Bescheid hat eine Gültigkeit bis April 2020. 

Im Planungsausschuss der Stadt wurde jüngst eine Veränderungssperre für das Gewerbegebiet Grenzgraben mit dem Ziel diskutiert, dort nur noch Neubauten für eine rein gewerbliche Nutzung zuzulassen. Die im aktuell gültigen Bebauungsplan erlaubte Nutzung auch für religiöse Zwecke würde damit entfallen. Allerdings steht ein entsprechender Beschluss des Stadtrates noch aus. Ein diesbezüglicher Antrag steht auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung am morgigen Donnerstag.

Da die DITIB Türkisch Islamischen Gemeinde Bad Kreuznach nun ihren Bauantrag einreichte, bevor die mögliche Veränderungssperre rechtswirksam wird, kann die Nutzung des Grundstückes für den Bau einer Moschee planungsrechtlich nicht mehr angefochten werden.

 

 

Artikel kommentieren

Kommentar von Gerhard Wetz
Wo kommt das Geld für den Bau hehr ?¿