Gemeinsam für mehr Lärmschutz im Mittelrheintal

Boppard. Vertreter aus Politik, Bürgerinitiativen und Bahn haben den Beirat "leiseres Mittelrheintal" gegründet. Er soll als Gremium der Verbesserung des Dialogs mit den Anwohnern dienen und ein Maßnahmenpaket zur Lärmminderung erarbeiten.

Die konstituierende Sitzung des "Beirates leiseres Mittelrheintal" fand statt in Kamp-Bornhofen. Ziele des neu geschaffenen Gremiums sind zum einen die Verbesserung des Dialogs zwischen betroffenen Anwohnern und den Beteiligten aus Politik und Bahnsektor. Zum anderen sind Maßnahmen zur weiteren, nachhaltigen Reduzierung des Schienenverkehrslärms im Mittelrheintal zu entwickeln.

Im Beirat sind die Bürgerinitiativen "Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V.", "Pro Rheintal", "Rheingaubund und Verein zum Schutz gegen Immissionen im Neuwieder Becken" das Bundesverkehrsministeriums, die Verkehrs- und Umweltministerien der Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, die Mitglieder des Deutschen Bundestages Klaus-Peter Willsch, Gustav Herzog und Peter Bleser sowie die Deutsche Bahn vertreten.

"Für die Deutsche Bahn ist die Reduzierung des Schienenverkehrslärms eines der zentralen Unternehmensziele. Daher ist die heutige Gründung des Beirates Mittelrhein für uns von besonderer Bedeutung", so Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn. "Nur wenn es uns gelingt, im Dialog mit den Anwohnern wirksame Maßnahmen für die beiden Rheinstrecken zu identifizieren und deren Finanzierung sicherzustellen, werden wir auch in Zukunft Akzeptanz für den umweltfreundlichen Schienengüterverkehr schaffen. Hier sind alle Beteiligten aufgefordert, an einem Strang zu ziehen, um dieses Ziel zu erreichen."

In seiner ersten Sitzung verabschiedeten die Teilnehmer die zukünftigen Aufgaben und diskutierten die Geschäftsordnung. Danach wird Ines Jahnel, Lärmschutzbeauftragte der Deutschen Bahn, den Vorsitz übernehmen. Stellvertreter sind Willi Pusch "Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V.", und Frank Gross "Pro Rheintal",.

Zentrale Aufgabe des Beirates, der quartalsweise tagen wird, ist die Erarbeitung möglicher weiterer, über die bereits umgesetzten Projekte hinausgehender Maßnahmen zur Lärmminderung im Mittelrheintal. Hierfür wird eine zentrale Arbeitsgruppe eingerichtet, die konkrete Maßnahmenpakete für die einzelnen Ortsdurchfahrten sowie Umsetzungs- und Finanzierungskonzepte zu erstellen hat. Dieser Fachgruppe gehören Vertreter der Verkehrs- und Umweltministerien der Länder sowie Vertreter der Deutschen Bahn an. Darüber hinaus stellt der Arbeitskreis die enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Kommunen sicher.

Die Umsetzungsplanung soll Ende des dritten Quartals 2013 abgeschlossen sein, so dass bei entsprechender Finanzierung angestrebt wird, erste Maßnahmen schon im Jahr 2013 zu realisieren.

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