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Solwodi bereitet Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung vor

Hunsrück/Nahe. Den Weltkongress gegen die Ausbeutung von Frauen und Mädchen vom 2. bis 5. April 2019 an der Mainzer Universität hat Solwodi Deutschland mit einer Auftaktveranstaltung in der Stadthalle in Boppard eröffnet.

Solwodi-Gründerin Schwester Dr. Lea Ackermann und die Mitarbeiterinnen Trixia Macliing, Helga Tauch und Ruth Müller haben zu Beginn die Lebenswirklichkeit einer Frau in der Prostitution eingehend beschrieben und dargelegt, warum die liberale deutsche Gesetzgebung nicht geeignet ist, Prostitution und Menschenhandel einzudämmen.    

„Deutschland ist durch die liberale Gesetzgebung zum Bordell Europas geworden“, berichteten sie. „1,2 Millionen Männer gehen pro Tag in Bordelle, bei  90 Prozent aller Frauen und Mädchen in der Prostitution besteht ein Migrationshintergrund und Armut ist die Grundlage ihres Handelns.“  Für Sr. Lea Ackermann ist Prostitution vor allem eine Verletzung der Würde der Frau und ein Verstoß gegen die Gleichheit der Geschlechter, solange Frauen in der Prostitution wie Waren gehandelt werden.    

Zum Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung erwartet Solwodi im kommenden Jahr Teilnehmer*innen aus 30 Ländern. Aussteigerinnen, WissenschaftlerInnen und NGOs werden das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Ackermann, die vor 33 Jahren Solwodi  gründete, will mit dem Kongress erreichen, dass „ein Aufschrei der Empörung durch Deutschland geht.“  So könne das Abschlussdokument des Kongresses nur beinhalten, dass sich auch Deutschland gesetzgeberisch zum  „Nordischen Modell“ bekennt. Es sieht im Kern vor, dass der Sexkäufer bestraft wird, mit dem Ziel, dass durch eine sinkende Nachfrage Prostitution und Menschenhandel zurückgehen. Das Nordische Modell hat Erfolge vorzuweisen: Nach einer Evaluierungsstudie, die die schwedische Regierung zehn Jahre nach Einführung des Gesetzes vorstellte, war die Anzahl der schwedischen Sexkäufer von 14 Prozent auf 7 Prozent zurückgegangen. Das Nordische Modell wurde zudem in Norwegen, Island, Kanada, Nordirland, Frankreich und in der Republik Irland umgesetzt, das EU-Parlament empfiehlt seinen Mitgliedsstaaten die Einführung.

www.solwodi.de

 

 

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Kleidung tauschen statt neu kaufen

Eifel. Bereits zum sechsten Mal fand das halbjährliche Treffen zum Kleidertauschen in Trier statt, das von Fair Change, einer Gruppe von Modedesignstudierenden, organisiert wird. Bei Kaffee und Kuchen auf Spendenbasis konnten die Besucher ihre aussortieren Kleidungsstücke vorbeibringen, die dann auf Kleiderständern und Tischen präsentiert wurden. Kleidung tauschen statt neu kaufen - eine Aktion für mehr Nachhaltigkeit und einen bewussten Umgang mit Kleidungsstücken. Die Gruppenmitglieder freuen sich, dass "eine Alternative zu dem klassischen, meist nicht so nachhaltigen Konsumieren von Kleidung soviel Anklag findet und sich mittlerweile auch außerhalb von studentischen Kreisen etabliert hat." Übrig gebliebene Kleidung, die nicht mitgenommen wurde, wird unter anderem an Obdachlose in Trier verteilt oder kreativ weiterverarbeitet (Upcycling). Eine moralische und regionale Lösung für die "Reste" zu finden, sei nicht immer einfach, sagen die Veranstalter. Kleidercontainer werden beispielsweise abgelehnt, "da dort unbeschädigte Kleidung von externen Unternehmen in wirtschaftsschwache Länder verkauft wird und dort die ansässige Textilindustrie zerstört," so Yelva Janousek von Fair Change. Daher wurden viele Kleidungsstücke, die am Sonntag übrig geblieben sind, im Kleidertauschschrank der Fachhochschule, im Gebäude des Fachbereichs Modedesign am Irminenfreihof, platziert und können jederzeit von Tauschfreudigen begutachtet und bei Gefallen mitgenommen werden. Neue Lösungen und Vorschläge für den Umgang mit der Kleidung werden ebenfalls gerne angenommen. Bereits zum sechsten Mal fand das halbjährliche Treffen zum Kleidertauschen in Trier statt, das von Fair Change, einer Gruppe von Modedesignstudierenden, organisiert wird. Bei Kaffee und Kuchen auf Spendenbasis konnten die Besucher ihre aussortieren…

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Ex-Wehrleiter beantragt Berufung

Bitburg. "Wir werden das Urteil angreifen". Heute ist die Entscheidung gefallen: Manfred Burbach und seine Anwälte der Wittlicher Anwaltskanzlei Dr. Bastgen haben beschlossen, vor dem Oberverwaltungsgericht die Zulassung der Berufung zu beantragen, das teilte Rechtsanwalt Michael Mies dem Wochenspiegel mit. "Wir halten das Urteil für fehlerhaft und im Ergebnis für falsch", begründet Mies. Er bezieht sich auf das Urteil, welches das Verwaltungsgericht in der vergangenen Woche den Kontrahenten im Rechtsstreit von Bitburgs Ex-Wehrleiter gegen Bitburgs Bürgermeister Joachim Kandels zugestellt hatte. Burbach, der von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr nahezu einstimmig wiedergewählt worden war, hatte auf Wiederernennung geklagt, nachdem ihm diese durch den Bürgermeister versagt worden war. Das Gericht hatte Kandels Recht gegeben und war seiner Argumentation gefolgt, Burbach habe die Pflichten eines Ehrenbeamten verletzt. Mies beurteilt diesen Schluss als "kein gutes Signal" für ehrenamtliche Wehrleiter. Er sieht Aussichten auf Erfolg der Berufung, denn "die Bewertungen scheinen uns sehr streng", kommentiert er das Urteil des Trierer Verwaltungsgerichts. "Hier wurde bejaht, dass der Wehrleiter in allen Punkten mit dem Bürgermeister konform gehen muss. Wir sehen aber beim Wehrleiter auch eigene Verantwortung", so Burbachs Anwalt.Er erwartet ein Urteil vor dem Oberverwaltungsgericht im nächsten Frühjahr. Ziel bleibe, "dass Manfred Burbach wieder als Wehrleiter antreten wird". (bil) "Wir werden das Urteil angreifen". Heute ist die Entscheidung gefallen: Manfred Burbach und seine Anwälte der Wittlicher Anwaltskanzlei Dr. Bastgen haben beschlossen, vor dem Oberverwaltungsgericht die Zulassung der Berufung zu beantragen, das teilte…

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