SOLWODI erhält Förderpreis für Engagement

Hunsrück/Nahe. Längst ist der Verein SOLWODI, 1985 von Schwester Dr. Lea Ackermann gegründet, zu einer in vielen Ländern Europas und Afrikas für die Rechte der Frauen eintretenden Institution geworden. Und längst wird auch das Engagement des Vereins in der Öffentlichkeit wahrgenommen und anerkannt.

Von Arno Boes.

Allein in Deutschland unterhält SOLWODI 19 Beratungsstellen, bei denen es allein im Vorjahr zu fast 2700 Erstkontakte mit schutzsuchenden Frauen aus insgesamt 103 Ländern kam. Nicht zuletzt viele der Frauen und Kinder, die durch die Flüchtlingsthematik nach Deutschland kamen, bedürfen da besonderer Hilfe.

Nun wurde das SOLWODI-Team an ihrem zentralen Standort in Boppard-Hirzenach erneut ausgezeichnet. Die Ike und Berthold Roland Stiftung hatte es für ihren Sozialpreis 2019 ausgewählt. 2007 wurde die Stiftung in Mannheim durch die Eheleute Roland gegründet, im Vordergrund stehen dabei die Unterstützung von Künstlern und kulturellen Einrichtungen in Rheinland-Pfalz. Im unregelmäßigen Turnus werden zusätzlich besondere soziale Institutionen mit einem Förderpreis bedacht, der nun für diese Jahr SOLWODI zugesprochen wurde.

In einer kleinen Feierstunde im Hirzenacher Pfarrheim überreichte Oliver Roland, Sohn der Stiftungsgründer und heutiger Geschäftsführer, die entsprechende Urkunde und den zugedachten Scheck in Höhe von 1.000 Euro an Dr. Lea Ackermann und ihr Team. In seiner Würdigung nannte Roland den Bopparder Verein ein „Licht in der Nacht“, der besonders an schweren Tagen und in aktuellen Fällen von häuslicher und außerhäuslicher Bedrängnis für die Frauen ein wichtiger Partner und eine Anlaufstelle für Hilfesuchende sei. „Hier arbeiten Menschen, die die Welt menschlicher machen, die die Welt heiler machen wollen“, so Roland. SOLWODI stehe symbolisch für die gesamte Frauenarbeit in Deutschland, die Mitarbeiter kümmerten sich um Menschen in unserer Gesellschaft, die geistig, körperlich und seelisch missbraucht würden. „Wir sind eine relativ kleine Stiftung, weshalb die finanzielle Dotierung der vergebenen Förderpreise auch nur eine symbolische Anerkennung der jeweiligen Aktivitäten sein kann. Aber der Preis soll dem Verein auch Mut machen, in seiner Arbeit nicht nachzulassen und weiterhin mit Motivation den benachteiligten Frauen zur Seite zu stehen.“

Sr. Lea Ackermann bedankte sich bei der Roland-Stiftung sehr herzlich: „Anerkennung und Aufmerksamkeit für die Anliegen von SOLWODI sind uns genau so willkommen und wertvoll, wie Spenden und finanzielle Unterstützung. All dies kommt in diesem Preis der Mannheimer Stiftung in besonderer Weise zum Ausdruck und dafür sind wir mehr als dankbar.“

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