Lezius fordert Schutzschirm für Vereine

Ausfälle durch Veranstaltungen

Idar-Oberstein Stadt. Für viele Vereine des organisierten Sportes führt die Corona-Krise zu ernsthaften sozialen und ökonomischen Konsequenzen. Laufende Betriebskosten, finanzielle Ausfälle durch wegbrechende Veranstaltungen und Aufnahmestopps bei der Mitgliederentwicklung stellen sie vor große Herausforderungen. Viele der Vereine und Verbände haben Beschäftigte und wirtschaftliche Geschäftsbetriebe, um den häufig defizitären ideellen Bereich zu finanzieren.

Zahlreiche Sportschulen auf Regional- und Landesverbandebene haben seit Wochen keinerlei Einkünfte. Die Einnahmen durch wegfallende Übernachtungen, Absage aller Aus- und Fortbildungslehrgänge, Trainingslager, Klassenfahrten und sonstiger Freizeitmaßnahmen sind quasi „über Nacht“ weggebrochen.

Flugsportverband Bad Sobernheim


In Bad Sobernheim trifft das beispielsweise den Luftsportverband Rheinland-Pfalz, in Nahetal-Niederwörresbach ist das Wohnheim der Kunstturnvereinigung betroffen Um einen Überblick über den Schaden zu gewinnen hat der Landessportbund RLP auf seine Webseite ein digitales Meldesystem für Vereine und Fachverbände ins Leben gerufen. Vereine sind aufgefordert sich zu beteiligen. Antje Lezius, Bundestagsabgeordnete der Landkreise Kreuznach und Birkenfeld ist sich sicher, dass es zu Liquiditätsproblemen auf die Vereine und Verbände zukommen sogar kurzfristige Insolvenzen drohen können. Darum fordert sie: „Zum Abfedern der Auswirkungen der Corona-Krise ist es wichtig, dass Vereine und Verbände zu den Antragsberechtigten zählen und möglichst schnell unter die “Rettungsschirme” des Bundes aufgenommen werden.“

"Unsicherheit bei Vereinen"


„Während ausgelagerte Geschäftsbetriebe von Vereinen unternehmerische Hilfen des Bundes in Anspruch nehmen dürfen, herrscht bei den klassischen „Idealvereinen“ noch Unsicherheit“, erläutert Lezius. „Ich bin der Meinung, dass das Land Rheinland-Pfalz die gemeinnützigen Sportvereine mit wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb in den Durchführungsbestimmungen mitberücksichtigen sollte. Die Länder Nordrhein-Westphalen, Baden-Württemberg, Saarland, Hessen und Berlin sind mit gutem Beispiel vorangegangen. Eine bundesweite einheitliche Lösung für den gemeinwohlorientierten Sport wäre auf jeden Fall wünschenswert.“
Schließlich seien Sport und das Ehrenamt wesentliche Elemente unserer Zivilgesellschaft, die den Zusammenhalt und die Solidarität in unserem Land stärken, führt die Abgeordnete aus. Und dies sei gerade in Zeiten der Corona-Pandemie besonders wichtig.

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