Mutter und Nachbarn getötet: Prozess beginnt

Sohn hielt sich für eine Art Jesus

Idar-Oberstein Stadt. Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach wirft dem zur Tatzeit 31 Jahre alten, nicht vorbestraften Angeklagten aus Idar-Oberstein vor, zwei Menschen getötet zu haben, ohne Mörder zu sein. Der Angeklagte ist derzeit in einer psychiatrischen Einrichtung vorläufig untergebracht.

Gemeinsam mit seiner Mutter bewohnte der Angeklagte eine Wohnung in einem Mehrparteienhaus in Idar-Oberstein. Er soll seit Jahren an einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis leiden. Der Angeklagte soll seine Mutter vor der Tat in ein Gespräch über seinen Glauben an Verschwörungstheorien verwickelt haben und ihr mitgeteilt haben, dass er sich für eine Art „Jesus“, bzw. einen Außerirdischen halte. Die Mutter des Angeklagten soll daraufhin aus Angst die gemeinsame Wohnung verlassen haben und in das Treppenhaus geflohen sein. Der Angeklagte soll seine Mutter als Feindin angesehen haben und sie daher bis zur Hauseingangstüre verfolgt haben, wo er sie mit mehreren Messerstichen in den in den Hals- und Nackenbereich getötet haben soll.

Auch Nachbarn erstochen

Ein Nachbar, der zuvor vergeblich versucht haben soll den Angeklagten von seiner Tat abzuhalten, soll sich zu seinem Schutz in seiner Wohnung eingeschlossen haben. Nachdem der Angeklagte von seiner leblosen Mutter abgelassen habe, soll er die Wohnungseingangstüre zu dem Nachbarn eingetreten haben und diesen daraufhin mit mehreren Messerstichen in den Hals, den Nacken, den Kopf und in das Gesicht getötet haben. Der Angeklagte hat die Tat eingeräumt. Er gab an, sich in einem „geisteskranken“ Zustand befunden zu haben. Fortsetzungstermine sind bestimmt auf den 04.12.2019 und den 20.12.2019.

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