Hunsrück Klinik: In zehn Jahren vom Student zum Oberarzt

Hunsrück/Nahe. So sehen Karrieren aus. Dr. med. Michael Bohn hat es vorgemacht: Als Medizinstudent absolvierte er 2010 sein Praktisches Jahr an der Hunsrück Klinik, heute ist er Oberarzt der Chirurgie am Simmerner Krankenhaus.

"Als ehemaliger Rettungsassistent im Kreisverband Rhein-Hunsrück merkte ich frühzeitig, dass die Medizin meine Berufung ist", erzählt Dr. Michael Bohn. Im Anschluss an das Medizinstudium in Mainz, dem Praktischen Jahr und der Approbation zum Arzt an der Hunsrück Klinik schloss sich für den aus der Region stammenden Bohn nahtlos die erste Stelle als Assistenzarzt für Chirurgie in Simmern an.

„Unter dem damaligen Chefarzt Dr. med. Hans-Peter Mayer habe ich eine fundierte Ausbildung genossen und viel operiert. Es wurde immer großer Wert auf Selbstständigkeit gelegt.“ Dies kam Bohn 2016 bei seinem Wechsel ins Bundeswehr-Zentralkrankenhaus Koblenz sehr zugute. „Egal in welchem Fachgebiet man tätig ist – jedoch ganz speziell als Chirurg – muss man den Schritt zu einem Krankenhaus der Maximalversorgung machen, um von anderen zu lernen und sich auch an anderer Stelle zu beweisen“, so Bohn.

Ernennung zum Facharzt für Allgemeinchirurgie

Nach dem Wechsel ins „Lazarett“ Koblenz erwarb Bohn zeitnah den Titel Facharzt für Allgemeinchirurgie und war unter Oberstarzt Prof. Dr. med. Robert Schwab in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie tätig. Gemeinsam mit Dr. med. Carolin Weitzel als leitender Oberärztin war Bohn während dieser Zeit mitverantwortlich für den Aufbau und die Etablierung des Zentrums für Schilddrüsen- und

Nebenschilddrüsenchirurgie im Bundeswehr-Zentralkrankenhaus. Viel Erfahrung konnte Bohn zudem am Referenzzentrum für Hernienchirurgie in der Versorgung von Bauchdecken- und Leistenbrüchen sowie in der Darmchirurgie sammeln. Die Notfallversorgung schwerverletzter Personen gehörte ebenfalls zu seinem Berufsalltag.

„Ich habe nie den Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen im Simmerner Krankenhaus verloren und bin dem Haus über die Tätigkeit als Notarzt stets verbunden geblieben“, erinnert sich Bohn. Die Zusatzbezeichnung Notfallmediziner und die damit verbundene Notarzttätigkeit war für ihn schon immer ein Ausgleich zum Klinikalltag. Stolz ist er auf die Ernennung zu einem der leitenden Notärzte im Kreisverband Rhein-Hunsrück.

Zurück in neuer Position

Als ihm sein ehemaliger Chef Hans-Peter Mayer das Angebot machte, als Oberarzt an die Hunsrück Klinik zurückzukommen, zögerte er nicht lange. „Dr. Mayer war für mich ein ganz besonderer Chef, Chirurg und auch Mensch. Ich wusste, was er hier aufgebaut hat und dass ich in ein toll funktionierendes System komme“, erläutert Bohn. Unter der Leitung von Privatdozent Dr. med. Stefan A. Müller hat die Chirurgie an der Hunsrück Klinik auch heute einen hervorragenden Namen.

„Die Viszeralchirurgie hat unter der neuen Leitung nochmals an Qualität gewonnen, das Spektrum wurde erweitert. Ich freue mich, nun meine fachliche Erfahrung speziell in der Schilddrüsen-, Hernien- und Darmchirurgie an der Hunsrück Klinik einbringen und medizinische Neuerungen für die Menschen in der Region etablieren zu können“, so Bohn. „Der Kontakt zu Koblenz ist auch weiterhin sehr eng. Simmern kann einen großen Teil des operativen Spektrums der Allgemein-, Viszeral- und der Unfallchirurgie sowie Orthopädie abdecken, für spezielle Fälle braucht man allerdings ein Backup. Schon in den Jahren zuvor waren die Koblenzer Kliniken immer hilfsbereit, wenn es um Hilfestellung oder auch Übernahmen ging. Der Draht zum Bundeswehr-Zentralkrankenhaus wurde hierdurch natürlich noch dicker“, versichert er.

www.kreuznacherdiakonie.de

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