Geröstet, (auf)gebrüht und genießen

Cochem. Michael Loch (41) ist zwar ein Kind der Region, aber in ihm schlägt nicht nur das Herz eines Moselaners, sondern auch das eines italienischen Barista, bei dem sich alles um Kaffee dreht – von der Röstung über das Aufbrühen bis hin zum Genuss. Und, er ist jetzt einer. Denn diese Passion hat er zur Profession gemacht und die "Cochemer Kaffeerösterei" in der Moselstadt eröffnet.

Der Standort der ersten "Cochemer Kaffeerösterei": das Haus »Am Markt 6 ist« ist mehr als 300 Jahre alt und seit rund 40 Jahren im Besitz der Familie Loch. Jetzt ist es auch die Heimat der ersten "Cochemer Kaffeerösterei".

Aus Passion wurde Profession

Dass es dazu kam ist der Liebe von Michael Loch zum Kaffee und dessen Zubereitung zu verdanken. Auf der Suche nach einem Kaffee-Vollautomaten wurde er 2016 bei einem Urlaub in Brügge fündig. "Meine Frau Sandra und ich haben lange gesucht und dort eine Siebträgermaschine entdeckt. Eine solche musste es für zu Hause sein", schmunzelt Loch. Der Sozialpädagoge, der in der Kinder- und Jugendhilfe arbeitete, machte gleichzeitig theoretisch und praktisch Nägel mit Köpfen, denn er ließ sich nebenbei zum Barista ausbilden. "An meinem 40. Geburtstag hab‘ ich mir dann die Frage gestellt, ob ich noch 25 Jahre in meinem alten Beruf arbeiten will oder etwas Neues wage", erzählt Loch. So reifte die Idee eine Kaffeerösterei zu betreiben und mit dem Haus am Cochemer Marktplatz war der perfekte Standort schnell gefunden.

Ein neues Angebot für Cochem

Im November 2019 startete das Umbauprojekt zur "Cochemer Kaffeerösterei", das auch einige altersbedingte Überraschungen im Fachwerk bereithielt. "Auch wenn Corona später etwas bremste, waren die Handwerker immer top. Die haben ihre Gewerke toll durchgezogen", berichtet Michael Loch. Ende Mai war der Umbau abgeschlossen und vor wenigen Tagen konnte die "Cochemer Kaffeerösterei" eröffnet werden. "Ich wollte für Cochem ein neues Angebot schaffen und wenn ich die ersten Reaktionen – auch von einheimischen Gästen – höre, ist es gelungen", freut sich Loch. Beim Kaffee setzt der Barista auf Bohnen aus Tansania, Indien, Brasilien, Mexiko und Peru. "Die Plantagen in Tansania und Indien habe ich schon besucht und mich von der Qualität der Kaffeebohnen und den fairen Arbeitsbedingungen vor Ort überzeugt. Ich kann Ihnen für einige Kaffeesorten sogar das Feld zeigen, wo die Bohnen gewachsen sind", beschreibt er einen Teil seines Angebots, das er in Cochem – nomen est omen – selber röstet.

"Alles, was lecker ist"

Und für die Kunden gibt es – neben der Möglichkeit die Kaffeebohnen zu kaufen – dementsprechend besondere Kaffeespezialitäten – vom Espresso über Latte Macchiato bis zum Cold Brew. "Alles, was lecker ist", macht der Barista Appetit. Darüber hinaus bietet er auch Kakaospezialitäten sowie Feingebäck, Tartlets und Muffins von der Patisserie Schneiders aus Pommern an. Geöffnet ist die "Cochemer Kaffeerösterei", Am Markt 6, von Dienstag bis Sonntag, jeweils von10 bis 18 Uhr; Montag ist Ruhetag.

Fotos: Pauly

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