Nach stundenlangem Hilfseinsatz kam der Einbrecher

Cochemer Feuerwehrmann Opfer eines fiesen Einbrechers

Cochem. Thomas Fischer wollte sich nach 18 Stunden im Hochwassereinsatz ausschlafen und wurde von einem Einbrecher überrascht. Der hatte offenbar Insiderkenntnisse.

Von Mario Zender

Nach stundenlangem Hilfseinsatz kam der EinbrecherThomas Fischer ist ein engagierter Feuerwehrmann. Der 38-Jährige war auch in den vergangenen Tagen intensiv mit der Feuerwehr Cochem im Einsatz. Als er am Samstag nach 18 Stunden im Hochwassereinsatz ins Bett fiel, wusste er, dass seine Nacht nicht allzu lange sein wird. Denn er hatte um 22 Uhr den »Marschbefehl« zur Unterstützung an die Ahr bekommen. Doch die Nacht des engagierten Feuerwehrmannes wurde noch kürzer als gedacht. Grund: Ein eiskalter Einbrecher brach in das Haus des 38-Jährigen in Brauheck ein, während er mit seiner Familie dort schlief. Der Unbekannte ging äußerst skrupellos vor. Er durchtrennte sämtliche Kabel am Anwesen, etwa für Licht aber auch für die Überwachungstechnik. Dann schnitt er noch zahlreiche Kabel im Netzwerkschrank des Handwerksbetriebes von Fischer durch. Seine Frau merkte um 1.48 Uhr, dass etwas nicht stimmte. »Das Babyphone piepste plötzlich. Als meine Frau nachschauen wollte, ob alles im Kinderschlafzimmer in Ordnung ist, stand plötzlich ein Unbekannter vor ihr. Ich wurde durch die Schreie meiner Frau geweckt und sprang aus dem Bett.«
Der Unbekannte lief aus dem Haus und flüchtete. Nach WochenSpiegel-Informationen ließ der Einbrecher bei seiner überhasteten Flucht auch Gegenstände zurück, die Aufschluss über seine Identität geben könnten.
Als Thomas Fischer in sein Büro und seine Werkstatt kam, sah er das Ausmaß des Schadens. Der Unbekannte hatte nicht nur zahlreiche Stromkabel oder Netzwerkkabel durchtrennt, sondern auch das Büro komplett durchwühlt. »Dabei fiel ihm auch ein vierstelliger Bargeldbetrag in die Hände«, so Fischer. Der Sachschaden, den der Einbrecher verursacht hat, dürfte deutlich höher sein. Besonders gravierend ist für Fischer und seine Frau das »ungute Gefühl«, das man nun im Haus hat. Deshalb will der Unternehmer nun sein Anwesen deutlicher vor Einbrüchen schützen. Den aktuellen Einbruch dürften die Ermittler vermutlich schnell aufklären. Denn der Einbrecher hat zwar die Stromkabel und Datenkabel durchtrennt. Hat aber dabei nicht bedacht, das Thomas Fischer eine Notstromversorgung hat.
Deshalb liegen nun auch Überwachungsbilder des Täters vor. Sie zeigen einen jungen Mann mit gelber Jacke. Thomas Fischer ist sich sicher, dass der Unbekannte Insiderinformationen hatte. »Der ging so zielgerichtet vor, der muss sich hier auskennena Bericht folgt!

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